Veranstalter sind das Bistum Münster, das Theaters Münster / Sinfonieorchester Münster sowie der Evangelische Kirchenkreis Münster. Auf ihre Initiative hin versammelt das Musical zum siebten Mal Chöre, Orchester, Solistinnen und Solisten aus Münster und weit darüber hinaus. Unter dem Leitwort „Visionen“ umfasst das Programm Konzerte, liturgische Feiern und innovative Angebote wie den Orgelspaziergang durch die Innenstadt.
Domkapellmeister Alexander Lauer hat das Festival mehr als ein Jahr lang mit Generalmusikdirektor Golo Berg vom Theater Münster und Kreiskantor Konrad Paul vom Evangelischen Kirchenkreis und der Apostelkirche geplant und vorbereitet. Dabei unterstützen Mitarbeitende aller beteiligten Institutionen das Trio.
Die Ausrichtung des Festivals beschreibt Lauer so: „Musica sacra stellt geistliche Musik vor, die komponiert wurde, um den Glauben an das Göttliche zu bezeugen oder im Konzertsaal religiöse Inhalte zu vermitteln. Dabei möchten wir mit den erklingenden Werken Gemeinschaft stiften und den Blick heben, um das Profane für wertvolle Momente hinter sich lassen zu können.“ Unter Bezug auf das gemeinsam verfasste Vorwort des Programmhefts sagt Lauer, Musizierende und Zuhörende sollten in diesen Tagen einen geistigen Raum durchmessen sollen, „der nicht von dieser Welt ist“. Das Thema „Visionen“ habe Menschen seit jeher inspiriert. Die Offenbarung, die Erscheinung und die Erfahrung des Göttlichen seien Gegenstand großer Meisterwerke der Musikgeschichte, die Menschen beseelen und stärken. „In diesem Sinne möge das vorliegende Programm das Publikum erfreuen und bei der Orientierung im Glauben und im Leben helfen“, wünscht sich der Domkapellmeister.
Auf das Eröffnungskonzert, das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, bereiten sich nach Lauers Angaben rund 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus den Chören der Dommusik seit Januar 2026 musikalisch und theologisch intensiv vor. Die Aufführung beginnt am Freitag, 22. Mai, um 19 Uhr im St.Paulus-Dom. „Mit großer Vorfreude fiebern wir der ersten Paulus‑Aufführung entgegen“, sagt Lauer, „es ist uns ein Anliegen, den Zuhörern das Leben und Wirken des Apostels Paulus, dem Namensgeber unseres Domes, in Mendelssohns genialer Vertonung näherzubringen.“ Lauer leitet das Eröffnungskonzert, mit dabei sind außerdem der Knabenchor Capella Ludgeriana, der Domchor St. Paulus, der Mädchenchor am Dom sowie das Sinfonieorchester Münster mit renommierten Solistinnen und Solisten.
Auch darüber hinaus setzt Musica sacra Akzente. Unter anderem gestaltet der Mädchenchor am Dom am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 10 Uhr das Festhochamt im St.-Paulus-Dom mit Aegidius Schenks „Missa in A“. Ein musikalischer Höhepunkt für Entdeckerinnen und Entdecker dürfte der Orgelspaziergang am Donnerstag, 28. Mai, sein. Treffpunkt ist um 19.30 am Dom. Kurze Orgelkonzerte in Dom, Apostelkirche, Johanneskapelle, Kreuzkirche und St. Lamberti werden mit einer Stadtführung verbunden und machen die Vielfalt der Münsteraner Orgelkultur hör- und erlebbar.
Das Programm spannt insgesamt einen weiten Bogen: vom Chorkonzert der Cappella Amsterdam über das Paulus‑Musical mit den Nachwuchschören der Dommusik, einem Streicherabend im Erbdrostenhof, einer Bruckner‑Sinfonie in der Mutterhauskirche bis zu Edward Elgars „The Dream of Gerontius“ in zwei Aufführungen zum Abschluss des Festivals.
Einen Überblick über alle Angebote und alle nötigen Infos finden sich im Internet .
Anke Lucht
