„Das ist eine besondere Erfahrung für die Gemeinde und für mich“, sagt Rothe. Erstmals wird aus Senden ein Gottesdienst live im Radio übertragen. Nervös sei er dennoch kaum. „Wir sind gut vorbereitet“, betont er. Der Ablauf sei bis ins Detail abgestimmt, die beiden Chöre unter der Leitung von Organistin Felicitas Gerwin seien bestens vorbereitet. „Der Gottesdienst wird eine gute Mischung aus unserem üblichen Sonntagsgottesdienst und einigen Besonderheiten sein“, kündigt der Pfarrer an – und fügt schmunzelnd hinzu: „Nur die besondere Stimmung durch den Weihrauch in unserer Kirche bekommen wir leider nicht ins Radio.“
Eine Herausforderung bei Radiogottesdiensten sei es, Pausen zu vermeiden. „Stille muss gefüllt werden. Das unterscheidet die Übertragung klar von einem Fernsehgottesdienst“, hat Rothe gelernt. Besonders dankbar zeigt er sich für die enge und praktische Unterstützung durch die Rundfunkarbeit des Bistums.
Ungewöhnlich wird für ihn auch die Predigt sein. „Ich werde sie ablesen. Normalerweise spreche ich frei“, erklärt er. Im Tagesevangelium stehen die Seligpreisungen im Mittelpunkt – ein vielen Menschen vertrauter Text. „Ein dankbares Thema“, sagt Rothe. In seiner Predigt hebt er hervor, dass echte Erneuerung – ob in Politik, Gesellschaft oder Kirche – nicht durch äußere Veränderungen entstehe, sondern durch einen inneren Neuanfang jeder und jedes Einzelnen.
Am Samstag, 31. Januar, wird die Heilige Messe um 18.30 Uhr mit allen Beteiligten als Generalprobe gefeiert. „Dann sehen wir, ob wir an der einen oder anderen Stelle noch kürzen müssen. Aber ich bin zuversichtlich, dass alles gut funktionieren wird“, sagt Rothe abschließend.
Text: Michaela Kiepe/ Fotos: Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius

