Dr. Heike Plitt leitet EFL in Ahaus

, Kreisdekanat Borken

Dr. Heike Plitt leitet die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Bistums Münster in Ahaus. Die promovierte Musiktherapeutin hat damit die Nachfolge von Ursula Demmel angetreten, die die Leitung der Beratungsstelle in Münster übernommen hat.

Von links Ursula Demmel, Dr. Heike Plitt und Andrea Stachon-Groth

Dr. Heike Plitt (Mitte) leitet die EFL-Beratungsstelle in Ahaus. Sie übernimmt diese Aufgabe von Ursula Demmel (links). Die Leiterin der EFL im Bistum Münster, Andrea Stachon-Groth, tauschte sich mit ihren Kolleginnen über erste Erfahrungen aus.

© Bistum Münster

Heike Plitt kennt sich besonders mit psychischen Erkrankungen aus. Nach dem Studium in Essen, Münster und Hildesheim hat sie unter anderem mehrere Jahre in Kliniken vor allem mit Patienten gearbeitet, die an Persönlichkeitsstörungen litten. Zu diesem Thema schrieb die 42-Jährige auch ihre Doktorarbeit. Zuletzt hatte sie ein Forschungsstipendium und arbeitete in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Oberhausen.

Eher durch Zufall und weil sie der Systemische Ansatz, ein psychotherapeutisches Verfahren mit Schwerpunkt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Familienmitgliedern, interessierte, bewarb sich Heike Plitt für den Masterstudiengang der EFL. In diesem Zusammenhang machte sie erste Berufserfahrungen in den Beratungsstellen in Emmerich und Kleve sowie in Recklinghausen und Marl.

Wie gehen die Partner, die Familien mit psychischen Erkrankungen um? „Sie können Ursache sein, aber auch eine Stütze“, weiß Heike Plitt aus Erfahrung. Vielen fehle der Mut, über die Erkrankung zu reden: „In der Gesellschaft muss das Verständnis dafür wachsen“, sagt die EFL-Beraterin. Sie und ihr erfahrenes sechsköpfiges Team wollen dazu einen Beitrag leisten.

Andrea Stachon-Groth, Leiterin der EFL im Bistum Münster, betonte in diesem Zusammenhang auch die seelsorgerische Arbeit, die die Beratungsstellen leisten, immer eng vernetzt mit anderen Einrichtungen und Institutionen in der Region.

Für das kommende Jahr haben sich Heike Plitt und ihre Kollegen Gedanken über den Bedarf vor Ort gemacht. Geplant ist unter anderem eine Frauengruppe, in der die Teilnehmerinnen unter dem Motto „Mut zu neuen Wegen“ Unterstützung in Veränderungsphasen ihres Lebens erfahren können.

Gudrun Niewöhner