
Für den Frieden möchte sich Stabsfeldwebel Markus Hommers einsetzen, der den Gottesdienst mitfeierte.
© Bischöfliche Pressestelle/Anke Lucht
In der Predigt sprach Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers über die Botschaft des Friedens und seine Verteidigung.
© Bischöfliche Pressestelle/Lara BergjohannDer Diözesanadministrator des Bistums Münster feierte dort mit etwa 250 Gläubigen den Internationalen Soldatengottesdienst. Dieser wird jährlich in Anlehnung an den Weltfriedenstag begangen. Wie dieser stand er unter dem von Papst Leo formuliertem Leitwort „Friede sei mit euch – auf dem Weg zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“.
Was für ihn Frieden ist, erklärte Stabsfeldwebel Markus Hommers aus Mönchengladbach, einer der Gottesdienstteilnehmer, am Rande der Messe: „Frieden bedeutet, in der eigenen Würde und Selbstbestimmung so frei zu sein, dass ich mir keine Sorgen machen muss, meine Meinung frei zu äußern und meinen Lebensstil zu verwirklichen.“ Für diesen Frieden stehe er als Soldat ein: „Unser Beitrag zur Sicherheit besteht darin, dass wir dem Gegenüber zeigen, dass wir ebenbürtig sind, denn dadurch zwingen wir sie in einen Diskurs, in eine verbale Auseinandersetzung.“
Zum Gottesdienst eingeladen hatte die Katholische Militärseelsorge die im Bistum Münster und Umland stationierten Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie die zivilen Mitarbeitenden der Streitkräfte. Der Einladung folgten britische, niederländische, französische, norwegische, amerikanische, italienische, spanische, griechische und deutsche Teilnehmende aller Ränge und Dienstgrade. Sie kamen aus dem Einzugsbereich der Militärpfarrämter Ahlen, Augustdorf, Münster und Wesel, konkret von den Standorten Eibergen (Niederlande), Gronau-Epe, Höxter, Kalkar, Ochtrup, Rheine, Selm-Bork, Sendenhorst, Straelen, Uedem, Unna, Warendorf und Wulfen.
Auch Vertreter der Stadt Münster nahmen an dem Gottesdienst teil. Darin wurden neben Deutsch auch Texte auf Niederländisch und Englisch vorgetragen.
In seiner Predigt betonte Hamers, jeder Krieg sei von ungerechter Gewalt und Verbrechen begleitet: „Im Krieg sind die Opfer immer unfreiwillig und ungerecht.“ Die aktuelle Weltlage mache außerdem deutlich, wie heuchlerisch Religion sein könne, wenn Religionsführer ein Volk knebeln, die Freiheit unterdrücken und Gewalt ausüben und hervorrufen.
Stattdessen komme es auf diejenigen an, die aus dem Glauben heraus das Gute tun, für Freiheit, Menschenwürde und Sicherheit. „Nur Völkerverständigung und Multilateralismus schaffen Frieden und Verständigung“, sagte Hamers. Die Botschaft der Kirche gelte dem Frieden, dabei müsse dieser allerdings auch verteidigt werden. „Ihr Dienst an der Waffe ist ein Beitrag zu unserer Sicherheit und unserem Frieden“, dankte Hamers den Soldatinnen und Soldaten. Der Gottesdienst solle Respekt für diesen Dienst ausdrücken und Verbundenheit fördern.
Mit Hamers zelebrierten den Gottesdienst Militärdekan Monsignore Rainer Schnettker, Katholischer Leitender Militärdekan Köln; Militärdekan Torsten Stemmer, Katholischer Leitender Militärdekan Kiel; Militärpfarrer Heinrich Kramer vom Katholischen Militärpfarramt Wesel, Militärpfarrer Axel Heinekamp vom katholischen Militärpfarramt Münster, Militärpfarrer Mateusz Szeliga vom Katholische Militärpfarramt Augustdorf, Pfarrer Andreas Ulrich aus Laer und Pfarrer Mykhailo Gutsuliak von der ukrainisch-katholischen Gemeinde in Münster.
Musikalisch gestaltete den Gottesdienst das Luftwaffenmusikcorps Münster. Im Anschluss waren die Teilnehmenden zur Begegnung im Priesterseminar Borromaeum eingeladen.
Text: Bischöfliche Pressestelle/Anke Lucht
