Elf Projekte für die Zukunft der Pfarreien: Netzwerktagung im Bistum

"Viele Menschen unseres Bistums bringen sich mit neuen und kreativen Ideen in ihrer Gemeinde ein, um Kirche vor Ort weiterzuentwickeln."

Darin sind sich Andreas Fritsch, Leiter der Stabstelle Pastoralentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, sowie Martin Kröger, Pastoralreferent in St. Marien Friesoythe, einig. Beide Männer gehören dem Vorbereitungsteam der ersten Netzwerkkonferenz im Bistum an, die am 11. Juni unter dem Titel "Pastorale Pioniere vernetzen" in der Friedenskapelle in Münster stattfand.

"Pastorale Entwicklung gibt es bereits im Bistum Münster; wir möchten diese sogenannten Pioniere, die schon jetzt Zukunftsperspektiven vor Ort ausprobieren, zusammenbringen und vernetzen", erklärte Fritsch den Anlass der Tagung. Rund 70 zumeist Haupt-, aber auch einige Ehrenamtliche aus dem gesamten Bistum kamen zusammen, um sich auszutauschen und neue Formen der Gestaltung auszuprobieren.

Die Chance, sich mit anderen Akteuren zu vernetzten, nutzte auch Johannes Heimbach vom Referat Liturgie im Bischöflichen Generalvikariat und Teilnehmer der Tagung. "Ich bin heute hier, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Pionierarbeit im Bistum stattfindet", erklärte er. Die Tagung greife ein Thema auf, dass immer aktuell sei. "Wie können wir als Menschen schon hier auf Erden am Reich Gottes mitwirken? Das verbirgt sich in meinen Augen dahinter."

Kreative Gestaltungsformen hatte das sechsköpfige Vorbereitungsteam organisiert, um den Pioniergeist unter den Teilnehmern zu wecken: vom Speed-Dating, bei dem sich die Teilnehmer jeweils zu zweit über Pionierideen austauschten, über sogenannte "High-Status-Gruppen" zu unterschiedlichen Themen, bis hin einem professionellen "Graphic Recorder", der die Entwicklungen und Ergebnisse des Tages fortlaufend visuell protokollierte. "Wir möchten einen Entwicklungsraum öffnen, um die Akteure miteinander zu vernetzen und eine gemeinsame Energie zu schaffen", erklärte Martin Kröger.

Dass das gelungen ist, zeigten am Ende des Tages elf Projekte, die – noch unterschiedlich konkret – das kirchliche Leben im Bistum ausbauen sollen. Fundraising lautete beispielsweise das Thema, mit dem sich eine Gruppe beschäftigt hatte und dazu im November eine Tagung in Hamburg besuchen wird. Unter dem Stichwort "geistliche Gremienkultur" wird eine weitere Kleingruppe in den nächsten Monaten ein Alleinstellungsmerkmal für Gremienarbeit in Pfarreien entwickeln. Schon eine ganz konkrete Idee hatten die Mitglieder einer anderen Gruppe: Im Advent wollen sie mit einer kleinen Aufmerksamkeit auf Geschäftsleute und Angestellte einer Stadt zugehen und ihnen für ihr Engagement danken, ihnen Erfolg und Durchhaltevermögen sowie Freude in der Begegnung mit Kunden wünschen.

"Pionier sein heißt auch, neue Erfahrungen machen und eben diese Erfahrungen können auf neue Wege führen, Kirche zu sein", erklärte Andreas Fritsch. "Genau dafür braucht es Menschen, die bereit sind, etwas auszuprobieren."

Bildunterschrift: Warum bin ich ein Pionier? Beim Speed-Dating tauschten sich die Teilnehmer der Netzwerktagung über diese und weitere Fragen aus.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 16.06.16
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Fotos: Ann-Christin Ladermann/Bischöfliche Pressestelle