Familienbildungsstätte Dülmen feierte 60 jähriges Bestehen
Grußworte, Märchen, Musik und die Premiere eines Trickfilms füllten die Jubiläumsfeier der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen am Donnerstag, 6. Oktober.
Vor 60 Jahren als Dekanats Mütter – und Bräuteschule gegründet, stellt sich die Einrichtung unter dem Dach des katholischen Bildungsforums Coesfeld heute als Haus mit Angeboten für alle Generationen dar. Entsprechend stand die Feier mit zahlreichen Gästen unter dem Motto: "gestern – heute – morgen".
Wie sich Themen und Angebote im Laufe der vergangenen 60 Jahre verändert haben, wurde nicht nur in den Grußworten deutlich, sondern auch in einem Trickfilm, der an diesem Abend Premiere feierte. In den Osterferien hatten sich die Teilnehmer eines intergenerativen Projekts im Alter zwischen sechs und 82 Jahren unter der Leitung von Medienpädagogin Gaby Schlüter mit der Geschichte der Familienbildungsstätte beschäftigt. Sieben Minuten lang ist ihr Werk geworden, das die Veränderungen deutlich werden lässt. Drei Generationen erzählen über ihre Verbindung zu der Einrichtung. "Durch den gemeinsamen Rückblick hat jede Generation auch einen Einblick in die Perspektive des anderen erhalten", würdigte Irmgard Neuß, seit 25 Jahren Leiterin der FBS Dülmen, das Projekt.
Der Erfolg der FBS lasse sich auch darauf zurückzuführen, dass "das Team immer zuerst geschaut hat, welchen Bedarf es in der Gesellschaft gibt, um dann mit hilfreichen Angeboten zu reagieren", sagte Christel Plenter vom Bistum Münster. Die Leiterin des Referats Bildung und Spiritualität überbrachte Grüße von Weihbischof Dieter Geerlings und betonte, dass die FBS mit ihren Kursen und Qualifikationen immer Antworten parat habe, damit Leben gelingen könne. "Das ist ein urchristlicher Auftrag", betonte sie.
"Die Familienbildungsstätte steht immer mitten im Leben und trifft mit ihren Angeboten den Nerv der Zeit", leitete auch Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau ihr Grußwort ein. Als einer von zwei Standtorten des Mehrgenerationenhauses und Vorreiterin in der intergenerativen Arbeit lobte sie die gute Zusammenarbeit. Die Familienbildungsstätte werde das künftige Intergenerative Zentrums (IGZ) mit Leben füllen, in dem auch das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten, das Pfarr- und Jugendheim der Kirchengemeinde St. Viktor sowie städtische, bürgerorientierte Funktionen aus dem Rathaus untergebracht sein werden.
Den Beweis, dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind, trat Ulrike Wißmann mit zwei Erzählungen an. Die Leiterin der FBS Coesfeld schaffte eine Verbindung zwischen ihren Geschichten und den Angeboten der FBS. "Wir nehmen den Menschen in den Blick, so wie der Gänsehirt das Lumpenkind in dem Märchen", stellte die Märchenerzählerin eine Verbindung her. Ebenso zur zweiten Erzählung von der Beutelratte, die gern eine Fledermaus werden wollte, schaffte sie eine Parallele: "Es ist wichtig, sich immer weiterzuentwickeln und nicht stehen zu bleiben."
Einen großen Anteil an der Entwicklung der FBS Dülmen habe Irmgard Neuß. Da waren sich alle Beteiligten einig. Sie habe mit ihrem Engagement und ihrer Fachkenntnis viele Projekte ins Leben gerufen, die weit über Dülmen hinaus Anerkennung und Nachahmer finden. Neuß gab das Kompliment an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. "Ohne ein gutes Team würde das nicht funktionieren", sagte sie.
Musikalisch untermalte Christoph Falley, Kantor an St. Viktor, den Abend mit seinem Saxophon und seiner Stimme.
Der Trickfilm ist im Internet auf der Homepage der FBS Dülmen zu sehen: www.fbs-duelmen.de.
Bildzeile: Der Trickfilm zum Jubiläum feierte am Donnerstag Premiere. Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen (2. von links), dankte der intergenerativen Gruppe mit Teilnehmern im Alter zwischen sechs und 82 Jahren für die gelungene Umsetzung.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 07.10.16
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Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle
