
Beim Speed-Dating wurde lebendig diskutiert: Lebt unsere Generation achtsam? Welche Rolle spielen Gefühle, Social Media oder das eigene Umfeld?
© Bistum MünsterSchon zu Beginn wurde deutlich: Achtsamkeit ist mehr als ein Trendbegriff. In Impulsen und persönlichen Einblicken beschrieben die Gäste sie als eine Haltung der Wachheit und Aufmerksamkeit. Oder, wie es im Gespräch auf den Punkt gebracht wurde: „Achtsamkeit heißt, wach zu sein – für das, was gerade wichtig ist, für die anderen und für mich selbst.“
Diese Haltung konnten die Jugendlichen im weiteren Verlauf selbst erproben. In einer Positionierungsübung setzten sie sich mit Aussagen über Selbstwahrnehmung, Grenzen und den Einfluss ihres Umfelds auseinander. Beim anschließenden Speed-Dating wurde lebendig diskutiert: Lebt unsere Generation achtsam? Welche Rolle spielen Gefühle, Social Media oder das eigene Umfeld?
In der abschließenden Talkrunde öffneten Bruder Konrad und Weihbischof Zekorn eine weitere Perspektive: die spirituelle Dimension von Achtsamkeit. Glaube könne helfen, sich selbst und die Welt tiefer wahrzunehmen – nicht aus eigener Leistung heraus, sondern aus einer Haltung des Angenommenseins. Besonders eindrücklich formulierte es der Weihbischof: „Ich falle nie aus Gottes Liebe – und genau das macht mich wirklich achtsam.“
Am Ende nahmen die Schüler nicht nur einen persönlichen Wunschzettel mit, sondern auch die Erfahrung, dass Achtsamkeit viele Facetten hat – und im Alltag ganz konkret beginnen kann.
Ann-Christin Ladermann
