Johannes Lohre ist neuer Pastoralreferent in Sassenberg

Eigentlich ist es schon sein dritter Beruf. Viele Jahre standen die Wartung von Computersystemen und die Gestaltung von Homepages und Medienprodukten im Mittelpunkt von Johannes Lohres beruflichem Alltag.

Doch dann entschied er sich für einen anderen Weg, wagte einen Neuanfang, der ihn nun nach Sassenberg geführt hat. Ab dem 5. September ist der 34-Jährige als Pastoralreferent in der Pfarrei St. Marien und Johannes in Sassenberg und Füchtorf tätig.

Aufgewachsen in Rheine, war Lohre früher als Messdiener, Gruppenleiter und im Sachausschuss Jugend aktiv. "Klassisch katholisch sozialisiert sozusagen", sagt er schmunzelnd. Schon früh engagierte er sich in der Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrei St. Dionysius und übernahm die Pflege der Homepage. "Alles, was mit Computern und digitaler Gestaltung zu tun hat, interessiert mich bis heute", erklärt Lohre. Darum ließ er sich nach der Schulzeit zunächst zum Informationstechnischen Assistenten ausbilden, anschließend zum Mediengestalter. Acht Jahre lang arbeitete er in einer Agentur. Doch mit der Zeit wurde er unzufrieden, es fehlte ihm etwas im Miteinander: "Im Agenturalltag geht es viel um Zahlen und fristgerechte Abgaben von Projekten, das Menschliche kommt oft zu kurz", blickt er zurück.

2011 wagte Lohre den Neustart, kündigte Job und Wohnung und zog nach Paderborn, wo er Religionspädagogik studierte. Es war nicht nur sein Ehrenamt, das ihn zu dieser Entscheidung bewegte, sondern auch "die Begegnung mit Menschen aus dem pastoralen Dienst, die eine ganz besondere Ausstrahlung haben". Praktische Erfahrungen sammelte Lohre nach dem Studium in seiner Ausbildungsgemeinde St. Laurentius in Senden. Drei Jahre lang lernte er das vielfältige Gemeindeleben kennen, unterrichtete Religion in der Schule, bereitete Jugendliche auf die Firmung vor und hielt die sogenannte Statio im Gottesdienst. Gerade darin sieht er eine Chance: "Ich gebe auf diese Weise ein Glaubenszeugnis, das in die Lebenswelt der Gottesdienstbesucher hineinwirken kann."

In Sassenberg soll auch Lohres Leidenschaft für Gestaltung einen Platz finden. "Ich habe schon in Senden gemerkt, dass ich das, was ich gelernt habe und nach wie vor gerne mache, in mein neues Berufsfeld einbringen kann", sagt er. Dabei hat er nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit oder die Homepage im Blick: "Bei einigen liturgischen Angeboten spielt beispielsweise die Kirchenraumästhetik eine Rolle; darüber kann den Besuchern inhaltlich eine Botschaft vermittelt werden." Gerade mit Blick auf Jugendliche weiß Lohre, dass der Einsatz von Medien attraktiv ist. Letztlich könne dieser aber nur eine Ergänzung sein. "Die persönliche Begegnung wird er nie ersetzen", ist er überzeugt.

Neugierde ist es vor allem, die Lohre in diesen Tagen umtreibt. "Ich möchte die Menschen kennenlernen, mit denen ich es tun haben werde, und das Pfarreileben", sagt er. Schwerpunktmäßig wird er in der Jugendarbeit tätig sein, aber auch den anderen Zielgruppen begegnen. Wichtig ist es ihm, authentisch zu sein. "Der Glaube hat einen Mehrwert für unser Leben, das möchte ich mit meiner Arbeit zeigen", erklärt er.

Bildunterschrift: Johannes Lohre (34) wird ab dem 5. September als Pastoralreferent in St. Marien und Johannes in Sassenberg und Füchtorf tätig sein.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 04.09.17
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