Nach der zweistündigen Fahrt, bei der die Teilnehmer nicht nur die Fahrt, sondern auch die kühlen Temperaturen in Herten genossen, erwartete sie in der Lohnhalle der Zeche Ewald ein Mittagessen. Currywurst. Zunächst etwas skeptisch beäugten sie die geschnittene Wurst mit der scharfen Sauce, die sie in ihrer Heimat, der Diözese Barcelona, nicht kennen. Doch der inzwischen eingetroffene Essener Bischof Franz-Josef Overbeck weihte seinen spanischen Kollegen in die Geheimnisse in das typische Gericht ein.
Nach dem Essen tauschte sich die Gruppe mit Overbeck, der aus Marl stammt, Weihbischof und Diözesanadministrator im Bistum Münster war und 2009 zum Bischof von Essen ernannt wurde, über die Situation der Kirche im Ruhrgebiet und gesellschaftliche Themen aus. Nach dem Treffen ging es für die spanische Gruppe weiter nach Xanten an den Niederrhein.
Juan José Omella ist Mitglied der Afrikamissionare „Weiße Väter“ und wurde 1970 zum Priester geweiht. Ein Jahr lang wirkte er als Missionar in Zaire sowie mehr als 20 Jahre als Priester in Gemeinden, bevor der 1996 seine Bischofskarriere zunächst als Weihbischof in Saragossa begann. Papst Franziskus ernannte ihn im November 2014 zum Mitglied in der einflussreichen vatikanischen Bischofskongregation. Ein Jahr später machte er ihn zum Erzbischof von Barcelona. Seitdem lädt er jedes Jahr junge Geistliche, die er geweiht hat, auf eine mehrtägige Fahrt ein.
Auch für Kardinal Juan José Omella (links) ging es auf die Halde Hoheward mit dem Segway.
Text und Foto: Michaela Kiepe/Foto (oben): Xavier Prevosti