Im Mittelpunkt des Abends steht die Geschichte der Politikerin und Juristin Elisabeth Selbert. Der Spielfilm der Regisseurin Erica von Moeller erzählt, wie Selbert als SPD-Abgeordnete im Parlamentarischen Rat 1948/49 hartnäckig dafür kämpfte, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ als Artikel 3 Absatz 2 ins Grundgesetz aufgenommen wurde.
Kirche und Kino lädt zu „Sternstunde ihres Lebens“ mit Filmgespräch ein
, Kreisdekanat Recklinghausen
In einer Zeit, in der demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten, setzt der ökumenische Arbeitskreis „Kirche und Kino“ ein bewusstes Zeichen: Mit einer Sondervorstellung des Films „Sternstunde ihres Lebens“ beteiligt er sich am bundesweiten „Ehrentag“ zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes (23. Mai). Die Filmvorführung startet am Dienstag, 19. Mai, um 19.45 Uhr im Cineworld Recklinghausen. Sie ist Teil der Initiative „Ehrentag“, die bundesweit dazu aufruft, Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und aktives Mitgestalten rund um den Jahrestag der Verfassung sichtbar zu feiern.

Die Reihe Kirche und Kino zeigt den Spielfilm „Sternstunde ihres Lebens“ von Regisseurin Erica von Moeller über die Politikerin Elisabeth Selbert, die von Iris Berben dargestellt wird.

Zur Sonderveranstaltung in der Reihe Kirche und Kino kommt Regisseurin Erica von Moeller zum Filmgespräch.
© PrivatGegen massive Widerstände, Skepsis und festgefügte Machtverhältnisse setzte Selbert – im Film gespielt von Iris Berben – gemeinsam mit weiteren Frauen durch öffentlichen Druck und zivilgesellschaftliches Engagement eines der zentralen Fundamente der heutigen Gleichberechtigung durch. Der mehrfach ausgezeichnete TV-Spielfilm aus dem Jahr 2014 macht deutlich: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von Auseinandersetzung, Beharrlichkeit und Beteiligung.
Gerade deshalb sei der Film heute aktueller denn je, betont der Arbeitskreis. „Sternstunde ihres Lebens“ zeige, dass Rechte nicht gegeben, sondern erkämpft werden und dass sie nur Bestand haben, wenn Menschen sich einmischen und Verantwortung übernehmen. Der mehrfach ausgezeichnete TV-Film war 2015 als Recklinghausen-Premiere beim 6. Kirchlichen Filmfestival zu sehen.
Ein besonderer Akzent des Abends ist das anschließende Filmgespräch mit Regisseurin Erica von Moeller, die anwesend sein wird. Es wird moderiert vom Medien- und Religionspädagogen Michael M. Kleinschmidt. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich seit Jahren mit Fragen von Gerechtigkeit, Chancengleichheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Im Gespräch soll es unter anderem darum gehen, was sich aus der Geschichte Elisabeth Selberts für die Gegenwart lernen lässt und warum demokratisches Engagement heute wichtiger ist denn je.
Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter www.cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage des Kirchlichen Filmfestivals unter www.kirchliches-filmfestival.de.
Michaela Kiepe
