Die Kita St. Maria Magdalena gehört mit zwei Gruppen zu den kleineren Einrichtungen. Entscheidend für die Aufgabe der Trägerschaft und des Kita-Standortes ist, dass durch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) kleine Einrichtungen mit wenigen Gruppen strukturell benachteiligt werden und finanziell nicht auskömmlich zu betreiben sind. Ein weiterer Aspekt, der Auswirkungen auf die Trägerentscheidung hatte, ist die Bedarfssituation in Münster. Perspektivisch bleiben Kitaplätze in der Domstadt, darunter auch im Stadtteil Sprakel, unbesetzt.
„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, erklärt Pfarrer Jörg Niemeier, und fügt hinzu: „Unser oberstes Ziel war und ist immer das Wohl der Kinder und das unserer beschäftigten Mitarbeitenden.“ Der Kirchengemeinde ist es deshalb besonders wichtig, keinen Betreuungsvertrag kündigen zu müssen. „Wir wissen, wie belastend diese Veränderung für Kinder, Familien und Mitarbeitende ist. Umso wichtiger ist es uns, alle Beteiligten in diesem Prozess bestmöglich zu begleiten“, betont Verbundleiterin Sandra Janssen.
Die Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef unterhält im laufenden Kindergartenjahr 2025/2026 drei Kindertageseinrichtungen. In ihnen werden 135 Kinder betreut, 46 Mitarbeitende werden beschäftigt.
Ann-Christin Ladermann
