
Die dreijährige Lucia schaut sich die einzelnen Lego-Szenen, die die Passionsgeschichte erzählen, ganz genau an.
Noch bis Osterdienstag, 7. April, werden sieben detailreiche Lego-Szenen gezeigt, die die Ostergeschichte erzählen – vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zur Auferstehung. Die Kinder der Kitas St. Josef und St. Magdalena haben die Ausstellung bereits besucht. Für viele war es nicht der erste Kontakt. „Einige Kinder erzählen noch, was sie aus dem vergangenen Jahr behalten haben“, berichtet Claudia Alsmann, Leiterin der Kita St. Josef. Besonders das Material spreche die Kinder an, weiß Anja Prehm, die die Kita St. Magdalena leitet: „Lego ist ihnen vertraut. Und mit den Karten haben sich die Kinder direkt auf die Suche nach den passenden Figuren gemacht.“ Gemeint sind die Apostelkarten, die Besucherinnen und Besucher an jeder Station einsetzen können, um die zwölf Apostel in den Szenen zu suchen.
Die Ausstellung selbst hat eine längere Entstehungsgeschichte. Bereits 2015 kam die Idee in Werl im Erzbistum Paderborn auf, die Ostergeschichte aus Legosteinen nachzubauen. Ein halbes Jahr lang planten auf Initiative der Gemeindereferenten Ursula Altehenger und Markus Ende mehr als 20 Jugendliche und Erwachsene die Umsetzung. Grundlage war ausschließlich der Bibeltext. In den folgenden Jahren kamen weitere Ausstellungen hinzu: die Weihnachtsgeschichte sowie Szenen aus dem Leben Marias.
Pastoralreferent Sebastian Bause erinnert sich gut an die Entscheidung, die Ostergeschichte ebenfalls nach Freckenhorst zu holen: „Nach dem Erfolg der Weihnachtsgeschichte aus Legosteinen in der Corona-Zeit haben wir schnell beschlossen, auch die Ostergeschichte in die Stiftskirche zu holen.“ Vor drei Jahren buchte die Pfarrei den Ostergarten aus Legosteinen – jetzt ist es soweit.
Die Resonanz sei durchweg positiv, berichtet Bause: „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen. Die Leute freuen sich über die detaillierten Ausstellungsstücke und die Liebe zum Detail.“ Besonders für die Jüngsten eröffne die Ausstellung neue Zugänge zur Passionsgeschichte: „Für Kinder ist es ein guter Weg, die Geschichte nochmal anders wahrzunehmen.“
Ann-Christin Ladermann

