Klaus Winterkamp zum Diözeansbeuaftragten für Katholikentag 2018 ernannt

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat Dr. Klaus Winterkamp (48), den Vorsitzenden des Diözesancaritasverbandes (DiCV) Münster, zum 1. Dezember zum Diözesanbeauftragten für den Deutschen Katholikentag 2018 ernannt.

Dieser wird vom 9. bis zum 13. Mai 2018 in Münster stattfinden. Zum 1. April 2015 wird Klaus Winterkamp seine Aufgabe als Vorsitzender des DiCV beenden. Ihm zur Seite stehen in der Vorbereitung des Katholikentags wird als Koordinator Christian Meyer (33). Er leitet bislang den Bereich "Eventmanagement" im Bistum Münster und war zuletzt als Organisator für das Domjubiläum verantwortlich. Für den Katholikentag, der vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK), dem höchsten katholischen Laiengremium in Deutschland, veranstaltet wird, hat der Kirchensteuerrat des Bistums in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Samstag, 22. November, einen Zuschuss von 1,5 Millionen Euro bewilligt.

Klaus Winterkamp betonte, dass er sehr gerne Vorsitzender des DiCV gewesen sei, sich aber auch sehr auf seine neue Aufgabe freue: "Ich sehe den Katholikentag in Münster als große Chance für die katholische Kirche in Deutschland insgesamt und ganz sicher auch für unser Bistum an. Wir treffen uns in Münster nicht als katholischer Klüngel. Der Katholikentag soll eine offene Veranstaltung sein. Jede und jeder wird uns willkommen sein: Menschen ganz unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Überzeugungen werden kommen. Wir werden miteinander feiern, diskutieren und sicher auch streiten. Wir werden deutlich machen, dass wir als Christinnen und Christen mitten im Leben stehen, dass wir uns als eine Kirche begreifen, die für die Menschen da ist, dass wir eine Kirche sind, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen und Charismen braucht, dass wir als Kirche den Menschen Angebote für ein hoffentlich gelingendes Leben machen wollen." Er freue sich, dass Bischof Genn mit der frühzeitigen Ernennung deutlich gemacht habe, dass das Bistum Münster den Katholikentag als gute und wertvolle Gelegenheit sehe, den mit dem Diözesanpastoralplan eingeschlagenen pastoralen Weg weiter zu gehen: "Zwar findet der Katholikentag in Münster statt, aber unser Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen in unserem Bistum – vom Niederrhein bis zur Nordseeküste – sagen: das wird ein so tolles und wegweisendes Ereignis, da will ich dabei sein und mich auch schon im Vorfeld einbringen. Und natürlich freue ich mich auch sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Zdk, mit der Stadt Münster und den vielen Institutionen vor Ort. Ich bin mir sicher, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner großartige Gastgeber sein werden."

Vor dem Fest stehe aber zunächst sehr viel Arbeit an, sagte Winterkamp. Neben vielen organisatorischen Fragen, mit denen sich vor allem auch das ZdK befassen werde, sehe er seine Aufgabe insbesondere darin, mit vielen anderen gemeinsam zu überlegen, was der Katholikentag ganz konkret für das Bistum Münster bedeuten könne, welche inhaltlichen Akzente gesetzt werden und wie möglichst viele im Bistum Münster motiviert werden könnten, sich zu beteiligen. "Hier wird es sicher eine enge Zusammenarbeit mit dem Diözesankomitee, dem obersten Laiengremium in unserem Bistum, geben", sagte Winterkamp. Das Bistum werde auch über die rein finanzielle Unterstützung hinaus den Katholikentag auf vielfältige Weise fördern: "Für viele hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums und hoffentlich auch für viele Ehrenamtliche wird der Katholikentag in den nächsten Jahren im Zentrum ihres Arbeitens stehen – das fängt bei inhaltlichen Überlegungen an und geht bis hin zu ganz praktischen logistischen, infrastrukturellen und organisatorischen Fragen."

Im Blick auf die derzeit geführten Diskussionen über die Finanzierung des Katholikentags sagte Winterkamp: "Natürlich hat die Öffentliche Hand und hat insbesondere auch die Stadt Münster das Recht, völlig frei darüber zu entscheiden, ob sie dem ZdK – und nicht etwa dem Bistum – die erbetene finanzielle Unterstützung gewährt oder nicht. Auch als Bürger der Stadt Münster erwarte ich von den gewählten Vertreterinnen und Vertretern im Stadtrat, dass sie verantwortlich mit dem Geld umgehen. Dabei wäre aus meiner Sicht ein Zuschuss für den Katholikentag auch unter rein ökonomischen Gründen sehr gut investiertes Geld, zeigen doch alle Untersuchungen, dass ein Vielfaches dieses Geldes wieder in die Stadt zurückfließt. Widersprechen möchte ich aber auch dem zuweilen erweckten Eindruck, als ob nur oder vor allem die Öffentliche Hand den Katholikentag finanzieren würde. Richtig ist vielmehr, dass neben dem Bistum sicher auch der Verband der Diözesen Deutschlands und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Großteil der anfallenden Kosten aufbringen werden."

Text: Bischöfliche Pressestelle
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