
Die Idee zu dem Projekt stammt von Pastoralreferent Johannes Lohre, der die Installation gemeinsam mit den Mitgliedern des Sachausschusses „Neue Wege“ entwickelt hat. Für ihn ist die Installation eng mit der Osterzeit verbunden: „Mit der Auferstehung Jesu beginnt etwas Neues. Der Himmel ist nicht nur ein ferner Ort, sondern eine Wirklichkeit, die mitten unter uns wachsen kann – durch Hoffnung, Vertrauen und das, was Menschen miteinander teilen“, erklärt Lohre.
Im Zentrum des Projekts steht eine digitale Projektion im Gewölbe der Kirche. Besucher können über ein Tablet eigene Gedanken zum „HimmelReich“ eingeben – kurze Texte oder einzelne Worte. Diese Beiträge erscheinen nach und nach in der Projektion und lassen eine stetig wachsende Wortwolke entstehen. „Der Himmel wächst, weil immer mehr Stimmen hinzukommen“, sagt Lohre. „So wird sichtbar, dass Hoffnung und Glauben nicht statisch sind, sondern sich im Miteinander entfalten.“
Kinder und Jugendliche werden beteiligt
Dass der Himmel für jeden Menschen etwas anderes bedeuten kann, zeigt auch ein Blick in die Gedanken der Mitglieder der Vorbereitungsgruppe. Stefan Lütke Brintrup beschreibt seine Vorstellung so: „Das Himmelreich ist für mich ein Zustand absoluten Friedens, in dem Schuld, Krankheit und Zeitdruck keine Rolle spielen.“ Für Gaby Wiedeler hat der Himmel eine andere, sehr persönliche Qualität: „Für mich fühlt sich der Himmel wohlig und gemütlich an.“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Kindergärten und Schulen aus Warendorf sind eingeladen, sich künstlerisch mit dem Thema Himmel auseinanderzusetzen. Entstehende Bilder und kreative Arbeiten können im Kirchenraum ausgestellt werden und werden so Teil des Gesamtprojekts.
Neben der offenen Besuchszeit lädt ein begleitendes Rahmenprogramm dazu ein, den besonderen Raum immer wieder neu zu erleben. Die Installation wird am Samstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr mit einem Auftaktgottesdienst eröffnet. Anschließend ist die Kirche täglich bis 20 Uhr geöffnet. Während der Gottesdienste wird das Projekt jeweils unterbrochen.
Reihe “Text und Musik unter dem Himmel”
Mehrmals in der Woche findet außerdem die Reihe „Text und Musik unter dem Himmel“ statt: jeweils montags, mittwochs, freitags sowie am Sonntag vor Pfingsten um 17.30 Uhr. Diese kurzen Impulse verbinden Musik, Texte und Stille mit dem Blick in den wachsenden Himmel.
Seinen Abschluss findet das Projekt am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 10 Uhr im Pfingstgottesdienst in der Laurentiuskirche. Im Anschluss sind alle Gemeindemitglieder zu Begegnung, Gesprächen sowie Snacks und Getränken eingeladen. Die Besucher sind eingeladen, Snacks (Fingerfood) mitzubringen. Das Projekt richtet sich bewusst an alle Menschen – unabhängig von Alter oder religiöser Bindung. Wer die Kirche betritt, kann innehalten, nach oben schauen und vielleicht eine ganz eigene Antwort auf die Frage finden, wie der eigene Himmel aussieht.
Ann-Christin Ladermann
