Neujahrsempfang im Bischöflichen Generalvikariat

, Stadtdekanat Münster

​Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehemalige aus dem Bischöflichen Generalvikariat, dem Bischöflichen Offizialat und dem Diözesan-Caritasverband waren der Einladung von Bischof Dr. Felix Genn und Generalvikar Dr. Norbert Köster zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt und wurden im Borromaeum von den Sternsingern willkommen geheißen.

Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehemalige aus dem Bischöflichen Generalvikariat, dem Bischöflichen Offizialat und dem Diözesan-Caritasverband waren der Einladung von Bischof Dr. Felix Genn und Generalvikar Dr. Norbert Köster zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt und wurden im Borromaeum von den Sternsingern willkommen geheißen. Unter den Klängen von "Seht ihr unseren Stern dort stehen" und begleitet von einer vielköpfigen BGV-Band zogen Ursel Schwanekamp aus dem Referat Pastoralberatung, Julia Geppert und Thomas Mollen aus der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Sternträger Johannes Frenken (Praktikant der Abteilung 150) anschließend in die Aula ein und segneten das Haus. Während sie für die Aktion „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit" Geld sammelten und Segensaufkleber verteilten, gab Generalvikar Dr. Norbert Köster einen umfangreichen und ausführlichen Ausblick auf das Jahr 2018, das schon allein aufgrund des im Mai stattfindenden Katholikentags ein besonderes Jahr für das Bistum Münster ist.

Neben dem Katholikentag als herausragendem Ereignis stellte er beispielhaft Projekte aus den einzelnen Hauptabteilungen vor, mit denen unser Bistum dem notwendigen gesellschaftlichen Kulturwandel begegnet möchte.

Mit einer neuen Homepage, einem neuen Intranet-Auftritt sowie einem neuen Newsletter - Themen, die die Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der Hauptabteilung Zentrale Aufgaben bearbeitet - wolle das BGV in diesem Jahr dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Bistum und den Mitarbeitern, Bistumsebenen und Pfarreien zu verbessern. Die Botschaft laute: Wir sind gemeinsam unterwegs und wollen die Zukunft gemeinsam gut gestalten!

Im BGV laufe ein Markenentwicklungsprozess, der ursprünglich aus dem Referat Personalentwicklung komme: "Damit wollen wir eine neue Form von Identifizierung schaffen und eine Kulturwandel innerhalb des BGV und des Bistums anstoßen. Mit neuem Bistums-Logo und -Claim wollen wir mit den Menschen und auch „hausintern" auf eine neue Art in Beziehung treten und einen Kulturwandel in Gang setzen, in dem es ein neues, vertieftes, offenes, ehrliches Miteinander geben soll", erläuterte der Generalvikar das Projekt.

Die Hauptabteilung Seelsorge habe den Prozess des Diözesanrates in den vergangenen Jahren intensiv begleitet und die Entwicklung der lokalen Pastoralpläne und eines diözesanen Pastoralplans mit voran getrieben. Ende November habe der Diözesanrat Schwerpunktsetzungen beschlossen und dem Bischof vier Wegweisungen empfohlen, die im Kulturwandel eine große Rolle spielen werden: Erster Schwerpunkt solle sein, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die den Kontakt zur Kirche verloren hätten. Denn nüchtern betrachtet, so der Generalvikar, habe das heute die große Mehrheit der Katholiken. Da dies nicht allein mit Hauptberuflichen gestemmt werden könne, müssten im zweiten Schwerpunkt Ehrenamtliche qualifiziert und ihnen dabei geholfen werden, Menschen zu begleiten. Dabei sollten als dritter Schwerpunkt vor allem junge Erwachsene in den Blick genommen und als vierten Schwerpunkt etwas Neues gewagt werden.

Dies könne nicht von heute auf morgen passieren, sondern sei ein langer Prozess sein, in dem sich alle neu aufstellen müssten. Jeder müsse sich überlegen, ob und wie er persönlich daran mitwirken könne. Das BGV müsse überlegen, was das für das Haus und die einzelnen Abteilungen bedeute. Nach der Klausurtagung der Bistumsleitung solle mit einer Steuerungsgruppe ein partizipativer Prozess mit allen Abteilungen angestoßen werden. Künftig solle alles Tun vorab nach einem Sieb-Prinzip gerastert werden.

Auch die Schulabteilung stehe hinsichtlich der Profile ihrer Einrichtungen vor einem Veränderungsprozess. Dass katholische Lehrer katholische Schüler unterrichten, funktioniere heute nicht mehr einfach so, das Verständnis von „katholisch sein" habe sich gewandelt. Köster mahnte an: "Wir müssen also auch hier umsteuern. Das Profil von Einrichtungen kann nicht mehr nur auf den Schultern der dort Arbeitenden liegen. Schulen müssen ihr eigenes Profil entwickeln." Dazu findet im Februar eine Tagung zur Schulentwicklung statt. Im Hintergrund steht das Projekt „Kita als Lebensort des Glaubens", das bereits erfolgreich auf den Weg gebracht wurde.

In der Hauptabteilung Seelsorge-Personal sei Wandel ebenfalls ein zentrales Thema. Der Bischof habe zwei wichtige Grundentscheidungen zur pastoralen und Personalplanung getroffen: Es würde über den bereits stattgefundenen Fusionsprozess keine weiteren Fusionen geben. Und: Ein Priester solle leitender Pfarrer bleiben und „verortet" sein. Köster erklärte: "Auch hier ist ein Kultur- und Strukturwandel notwendig, werden wir ein vielfältiges Modell auf den Weg bringen müssen!" Unter dem Dach einer Pfarrei solle es künftig eine vielfältige Form von Gemeinden geben – sowohl Kirchturm- und Personalgemeinden als auch Einrichtungen. Ehrenamtliche sollten eingeladen werden, Verantwortung zu übernehmen. Personal- und Pastoralplanung müssten noch stärker verzahnt werden. Laut Köster sei das Bistum dabei, Modelle für Neuaufstellungen zu entwickeln. Pfarreiratsschulungen für die neuen Pfarreiräte würden schon jetzt mit diesem Ansatz durchgeführt.

In der Hauptabteilung Verwaltung griff Köster zunächst zwei Projekte aus der Personalabteilung heraus, die mit der Mitarbeiterbefragung angestoßen wurden. Zum einen sprach er nochmal den Markenentwicklungsprozess an, der zu einer höheren Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Bistum führen solle. Des weiteren würde dem Wunsch nach mehr Transparenz bei inhaltlichen und auch bei Personalentscheidungen nachgegangen, z.B. im Bereich der Führungskräfteentwicklung. Als weiteren Punkt nannte er das Employer Branding (Kirche als Arbeitgeber). Hier sei aus dem Referat Personalentwicklung der Anstoß zu einer Arbeitgeberkampagne gekommen, die der Ursprung für den Markenbildungsprozess war. Der Werbeprozess für neue Mitarbeiter würde in diesem Jahr neu ausgerollt. In diesem Zusammenhang gab es ein großes Hallo bei der Aufforderung des Generalvikars zu einem „Gesichter-Casting" für die anstehende Werbekampagne.

Abschließend berichtete Köster über die Entwicklung eines neuen Schlüsselzuweisungssystems für Kirchengemeinden durch die Abteilung 630 sowie über das Mammutprojekt der IT-Abteilung. Laut Köster sollen die Kirchengemeinden 2018 zentral mit Hardware ausgestattet und die Daten aus den Kirchengemeinden auf einem gemeinsamen, zentralen Server abgelegt werden. Dies solle zu Vereinfachungen und zu einem schnelleren Service durch die Hotline führen.

Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Marietheres Stockhofe-Fernandes, rief die Anwesenden in ihrem Grußwort abschließend zu mehr Ergebnisoffenheit, mehr Optimismus, mehr Mut auf und zum Ja-Sagen auf - obwohl auch das Nein-Sagen ein gutes Konzept sein kann: „Sagen Sie Ja zu Veränderungen, zu Perspektivwechsel und zu unvorhergesehenen Überraschungen – vor allem im Hinblick auf den Katholikentag!"

Als unvorhergesehene positive Überraschung entpuppte sich schlussendlich auch der Inhalt der Kollektenkörbchen, mit denen die Sternsinger durch die Reihen der Mitarbeitenden gezogen waren: Insgesamt 1.550,- Euro kamen zusammen, die Kindern in Indien und weltweit zugute kommen werden.

 

Julia Erhard

Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehemalige aus dem Bischöflichen Generalvikariat, dem Bischöflichen Offizialat und dem Diözesan-Caritasverband waren der Einladung von Bischof Dr. Felix Genn und Generalvikar Dr. Norbert Köster zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt und wurden im Borromaeum von den Sternsingern willkommen geheißen. Unter den Klängen von "Seht ihr unseren Stern dort stehen" und begleitet von einer vielköpfigen BGV-Band zogen Ursel Schwanekamp aus dem Referat Pastoralberatung, Julia Geppert und Thomas Mollen aus der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Sternträger Johannes Frenken (Praktikant der Abteilung 150) anschließend in die Aula ein und segneten das Haus. Während sie für die Aktion „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit" Geld sammelten und Segensaufkleber verteilten, gab Generalvikar Dr. Norbert Köster einen umfangreichen und ausführlichen Ausblick auf das Jahr 2018, das schon allein aufgrund des im Mai stattfindenden Katholikentags ein besonderes Jahr für das Bistum Münster ist.

Neben dem Katholikentag als herausragendem Ereignis stellte er beispielhaft Projekte aus den einzelnen Hauptabteilungen vor, mit denen unser Bistum dem notwendigen gesellschaftlichen Kulturwandel begegnet möchte.

Mit einer neuen Homepage, einem neuen Intranet-Auftritt sowie einem neuen Newsletter - Themen, die die Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der Hauptabteilung Zentrale Aufgaben bearbeitet - wolle das BGV in diesem Jahr dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Bistum und den Mitarbeitern, Bistumsebenen und Pfarreien zu verbessern. Die Botschaft laute: Wir sind gemeinsam unterwegs und wollen die Zukunft gemeinsam gut gestalten!

Im BGV laufe ein Markenentwicklungsprozess, der ursprünglich aus dem Referat Personalentwicklung komme: "Damit wollen wir eine neue Form von Identifizierung schaffen und eine Kulturwandel innerhalb des BGV und des Bistums anstoßen. Mit neuem Bistums-Logo und -Claim wollen wir mit den Menschen und auch „hausintern" auf eine neue Art in Beziehung treten und einen Kulturwandel in Gang setzen, in dem es ein neues, vertieftes, offenes, ehrliches Miteinander geben soll", erläuterte der Generalvikar das Projekt.

Die Hauptabteilung Seelsorge habe den Prozess des Diözesanrates in den vergangenen Jahren intensiv begleitet und die Entwicklung der lokalen Pastoralpläne und eines diözesanen Pastoralplans mit voran getrieben. Ende November habe der Diözesanrat Schwerpunktsetzungen beschlossen und dem Bischof vier Wegweisungen empfohlen, die im Kulturwandel eine große Rolle spielen werden: Erster Schwerpunkt solle sein, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die den Kontakt zur Kirche verloren hätten. Denn nüchtern betrachtet, so der Generalvikar, habe das heute die große Mehrheit der Katholiken. Da dies nicht allein mit Hauptberuflichen gestemmt werden könne, müssten im zweiten Schwerpunkt Ehrenamtliche qualifiziert und ihnen dabei geholfen werden, Menschen zu begleiten. Dabei sollten als dritter Schwerpunkt vor allem junge Erwachsene in den Blick genommen und als vierten Schwerpunkt etwas Neues gewagt werden.

Dies könne nicht von heute auf morgen passieren, sondern sei ein langer Prozess sein, in dem sich alle neu aufstellen müssten. Jeder müsse sich überlegen, ob und wie er persönlich daran mitwirken könne. Das BGV müsse überlegen, was das für das Haus und die einzelnen Abteilungen bedeute. Nach der Klausurtagung der Bistumsleitung solle mit einer Steuerungsgruppe ein partizipativer Prozess mit allen Abteilungen angestoßen werden. Künftig solle alles Tun vorab nach einem Sieb-Prinzip gerastert werden.

Auch die Schulabteilung stehe hinsichtlich der Profile ihrer Einrichtungen vor einem Veränderungsprozess. Dass katholische Lehrer katholische Schüler unterrichten, funktioniere heute nicht mehr einfach so, das Verständnis von „katholisch sein" habe sich gewandelt. Köster mahnte an: "Wir müssen also auch hier umsteuern. Das Profil von Einrichtungen kann nicht mehr nur auf den Schultern der dort Arbeitenden liegen. Schulen müssen ihr eigenes Profil entwickeln." Dazu findet im Februar eine Tagung zur Schulentwicklung statt. Im Hintergrund steht das Projekt „Kita als Lebensort des Glaubens", das bereits erfolgreich auf den Weg gebracht wurde.

In der Hauptabteilung Seelsorge-Personal sei Wandel ebenfalls ein zentrales Thema. Der Bischof habe zwei wichtige Grundentscheidungen zur pastoralen und Personalplanung getroffen: Es würde über den bereits stattgefundenen Fusionsprozess keine weiteren Fusionen geben. Und: Ein Priester solle leitender Pfarrer bleiben und „verortet" sein. Köster erklärte: "Auch hier ist ein Kultur- und Strukturwandel notwendig, werden wir ein vielfältiges Modell auf den Weg bringen müssen!" Unter dem Dach einer Pfarrei solle es künftig eine vielfältige Form von Gemeinden geben – sowohl Kirchturm- und Personalgemeinden als auch Einrichtungen. Ehrenamtliche sollten eingeladen werden, Verantwortung zu übernehmen. Personal- und Pastoralplanung müssten noch stärker verzahnt werden. Laut Köster sei das Bistum dabei, Modelle für Neuaufstellungen zu entwickeln. Pfarreiratsschulungen für die neuen Pfarreiräte würden schon jetzt mit diesem Ansatz durchgeführt.

In der Hauptabteilung Verwaltung griff Köster zunächst zwei Projekte aus der Personalabteilung heraus, die mit der Mitarbeiterbefragung angestoßen wurden. Zum einen sprach er nochmal den Markenentwicklungsprozess an, der zu einer höheren Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Bistum führen solle. Des weiteren würde dem Wunsch nach mehr Transparenz bei inhaltlichen und auch bei Personalentscheidungen nachgegangen, z.B. im Bereich der Führungskräfteentwicklung. Als weiteren Punkt nannte er das Employer Branding (Kirche als Arbeitgeber). Hier sei aus dem Referat Personalentwicklung der Anstoß zu einer Arbeitgeberkampagne gekommen, die der Ursprung für den Markenbildungsprozess war. Der Werbeprozess für neue Mitarbeiter würde in diesem Jahr neu ausgerollt. In diesem Zusammenhang gab es ein großes Hallo bei der Aufforderung des Generalvikars zu einem „Gesichter-Casting" für die anstehende Werbekampagne.

Abschließend berichtete Köster über die Entwicklung eines neuen Schlüsselzuweisungssystems für Kirchengemeinden durch die Abteilung 630 sowie über das Mammutprojekt der IT-Abteilung. Laut Köster sollen die Kirchengemeinden 2018 zentral mit Hardware ausgestattet und die Daten aus den Kirchengemeinden auf einem gemeinsamen, zentralen Server abgelegt werden. Dies solle zu Vereinfachungen und zu einem schnelleren Service durch die Hotline führen.

Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Marietheres Stockhofe-Fernandes, rief die Anwesenden in ihrem Grußwort abschließend zu mehr Ergebnisoffenheit, mehr Optimismus, mehr Mut auf und zum Ja-Sagen auf - obwohl auch das Nein-Sagen ein gutes Konzept sein kann: „Sagen Sie Ja zu Veränderungen, zu Perspektivwechsel und zu unvorhergesehenen Überraschungen – vor allem im Hinblick auf den Katholikentag!"

Als unvorhergesehene positive Überraschung entpuppte sich schlussendlich auch der Inhalt der Kollektenkörbchen, mit denen die Sternsinger durch die Reihen der Mitarbeitenden gezogen waren: Insgesamt 1.550,- Euro kamen zusammen, die Kindern in Indien und weltweit zugute kommen werden.

 

Julia Erhard