Die neuen Feiern finden zusätzlich zu den klassischen Gottesdiensten statt, die wie gewohnt in vielen Kirchen des Pastoralen Raumes angeboten werden. Das Team hat die Uhrzeiten der Reihe so gewählt, dass sich beide Angebote im besten Fall gegenseitig ergänzen und für viele Menschen die Möglichkeit entsteht, Ostern auf unterschiedliche Weise mitzufeiern – traditionell als auch in neuer Form.
Im Zentrum aller vier Feiern steht ein knapp drei Meter hohes Holzkreuz, das der handwerklich versierte Klaus Thesing für das Projekt geschaffen hat. Das Kreuz lässt sich in mehrere Elemente zerlegen, die für jede der vier Feiern neu zusammengesetzt werden und so jeweils ein eigenes Symbol entfalten. Die Idee eines wandelbaren Kreuzes entstand bereits beim ersten Vorbereitungstreffen im Januar. Beim zweiten Treffen brachten Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreien ihre Gedanken ein. Die konkrete liturgische Umsetzung liegt nun bei den Gemeinden vor Ort. „Ich bin sehr gespannt, wie sich die Gottesdienste am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen“, sagt Wellenkötter, der an allen vier Abenden selbst teilnehmen wird.
Den Auftakt macht am Palmsonntag, 29. März, um 18 Uhr die Pfarrkirche Ss. Fabian und Sebastian in Rosendahl-Osterwick. Dort wird das Kreuz zu einem Tor, das symbolisch an Jesu Einzug in Jerusalem erinnert. Am Gründonnerstag, 2. April, geht es um 19 Uhr in der Billerbecker St.-Johannes-Kirche weiter. Das Kreuz wird dann zu einem Tisch, an dem Brot und Traubensaft geteilt werden und der in den Abendmahlsgottesdienst im nahen Dom überleitet. Am Karfreitag, 3. April, um 20 Uhr steht in der Emmaus-Friedhofskapelle in Nottuln-Appelhülsen die klassische Kreuzform im Mittelpunkt und verbindet das biblische Geschehen mit den Kreuzen unserer Gegenwart. Die Osternacht am Karsamstag, 4. April, beginnt um 21 Uhr in der St.-Georgs-Stiftskirche in Hohenholte. Dort öffnet sich das Kreuz zum österlichen Licht, passend zur neu gestalteten Kirche, die erst vor wenigen Monaten wiedereröffnet wurde.
Alle Feiern können einzeln besucht werden, doch das Vorbereitungsteam hofft, dass viele Menschen die gesamte Reihe miterleben und so den Leitgedanken „Durch-Kreuz(t)“ in seiner Vielfalt entdecken. „Man kann sich die Anfangszeiten gut merken“, sagt Wellenkötter mit einem Lächeln. „In Osterwick starten wir um 18 Uhr – und dann geht es jeden Tag eine Stunde später weiter.“
Michaela Kiepe

