Pfarrei St. Peter Waltrop informierte über Veränderungen in St. Marien

, Kreisdekanat Recklinghausen

Die Pfarrei St. Peter in Waltrop wird sich von ihrer St.-Marien-Kirche trennen. Darüber informierten Pfarrer Carsten Roeger, Carolin Horn, Vorsitzende des Patronatsausschusses St. Marien, und Kirchenvorstandsmitglied Jörg Löwen die Gemeindemitglieder in der gut gefüllten Kirche. Im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, 8. Februar, hatten die Verantwortlichen zu einer Pfarrversammlung eingeladen. Die Entscheidung sei ihnen nicht leichtgefallen, betonten sie. Doch angesichts sinkender Mitgliederzahlen, zurückgehender Kirchensteuereinnahmen, einer immer geringeren Zahl an Gottesdienstbesuchern und hoher Sanierungskosten sehe man keine Alternative.

Der Grundstein für die St.-Marien-Kirche wurde am 23. Oktober 1932 gelegt. Bereits ein Jahr später konnte sie geweiht werden und erhielt den Namen „Maria – Königin des Friedens“. Markantes Kennzeichen des Gotteshauses ist die „Blaue Madonna“ des Bildhauers Hans Dinnendahl, die an der Westseite des Kirchturms seit Jahrzehnten sichtbar den Waltroper Osten prägt.

Die evangelisch-freikirchliche Novo Kirche wird das Gebäude übernehmen. Damit bleibt das Gotteshaus weiterhin als Kirche im Stadtbild bestehen. „Für das Pfarrheim besteht zudem eine dreijährige Nutzungsvereinbarung, sodass sich einige Gruppen auch weiterhin dort treffen können“, erklärte Löwen. Weitere Gruppen fänden in der Pfarrei St. Peter zusätzliche Räume, etwa im „Haus der Begegnung“, ergänzte Pfarrer Roeger.

In der Versammlung wurden zahlreiche Fragen gestellt und beantwortet. „Mit der Marienjugend wird es weitere Gespräche darüber geben, was sie sich wünschen und wie wir sie stärker einbinden können“, sagte Roeger.

Bis Anfang 2027 bleibt die St.-Marien-Kirche für die Gemeinde geöffnet.

Text: Michaela Kiepe/ Fotos: St. Peter, Jan Grabowski