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Pilger der Hoffnung sein

, Stadtdekanat Münster

„Wir alle sind Pilger der Hoffnung in einer Welt, die unser ermutigendes, tröstendes, aufbauendes Zeugnis braucht.“ Das hat Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers am 28. Dezember im St.-Paulus-Dom in Münster betont. Hamers, der seit März in der Vakanz des Bischofsstuhls das mitgliederstärkste deutsche Bistum leitet, feierte einen Gottesdienst zum Abschluss der Heiligen Jahres. Das noch von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr 2025 stand unter dem Leitgedanken „Pilger der Hoffnung“.

Dr. Antonius Hamers

Dr. Antonius Hamers

© Bischöfliche Pressestelle/Achim Pohl

Diesen Gedanken griff Hamers in seiner Predigt auf: „In einer zunehmend säkularen Welt haben wir den Auftrag, von unserer Hoffnung zu erzählen, von einer Hoffnung, die uns Mut macht, aus dem Evangelium heraus die Welt mitzugestalten – gegen gesellschaftliche Spaltung, gegen inneren und äußeren Unfrieden, gegen Hass und Ausgrenzung, von einer Hoffnung, die uns auch im Tod nicht allein lässt“, sagte er. 

Im Bistum Münster sei diese Hoffnung im Heiligen Jahr an vielen Stellen gefeiert und bezeugt worden. Hamers erinnerte an das 800-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des St.-Paulus-Doms in Münster sowie an die Bistumswallfahrt im Oktober nach Rom, an der rund 2.600 Gläubige aus dem Bistum Münster teilgenommen hatten. Zudem sei die Hoffnung an vielen Orten im Bistum Münster zum Ausdruck gebracht worden, und zwar überall da, „wo Menschen gemeinsam den Glauben an Jesus Christus leben und feiern und dem Evangelium ein Gesicht geben – in unseren Pfarreien und Einrichtungen.“ Hamers betonte: „Wir gründen unsere Hoffnung in dem Glauben, dass Gott den Menschen – trotz aller Fehler – dazu befähigt, das Gute zu erkennen und zu tun, dass Gott dem Menschen in Jesus Christus zur Seite steht und dass uns ein Leben über den Tod hinaus verheißen ist.“

Info:
Im Heiligen Jahr 2025 waren Menschen weltweit besonders dazu eingeladen, ihren Glauben neu zu entdecken und gemeinsame Zeichen der Hoffnung zu setzen. Die Idee des Heiligen Jahres geht auf Papst Bonifaz VIII. zurück, der für das Jahr 1300 ein besonderes, zunächst nur für die Römer gedachtes, Pilgerjahr ausrief. Papst Paul II. legte 1470 fest, dass ein Heiliges Jahr alle 25 Jahre stattfinden soll. 

Dr. Stephan Kronenburg

Bildunterschrift oben: Einer der Höhepunkte und Abschluss der einwöchigen Bistumswallfahrt nach Rom mit rund 2.600 Pilgerinnen und Pilgern war die Firmung von 598 Jugendlichen aus dem Bistum Münster in der ehrwürdigen Basilika St. Paul vor den Mauern.     Bild: Bistum Münster