Prof. Felix Kolmer erzählt vom (Über-)Leben im Nationalsozialismus: Zeitzeuge zu Gast
Im 75. Jahr seit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ist Erinnerung wichtiger denn je, erst recht, da die Zahl der lebenden Zeitzeugen zurückgeht. Einer von ihnen ist Prof. Felix Kolmer aus Prag.
Er wird am Mittwoch (26. März 2014) von 15 bis 17 Uhr im Erzähl- und Begegnungscafé in Münster von seinem Leben im Nationalsozialismus berichten.
Felix Kolmer wurde im November 1941 als 19-jähriger Jude verhaftet. Er überlebte Theresienstadt und Auschwitz sowie ein Zweiglager des Konzentrationslagers Rosen. Von dort aus gelang ihm 1945 die Flucht.
Er ist Professor für Physik. Neben dieser beruflichen Tätigkeit engagierte er sich als Präsident der Theresienstadt-Initiative, Mitglied des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Prag sowie für die Entschädigung überlebender Zwangsarbeiter und Häftlinge. Europaweit hielt er zahlreiche Vorträge vor Schulklassen und Jugendgruppen. Kolmer ist außerdem Vizepräsident des Internationalen Auschwitzkomitees. Für seine Verdienste erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz.
Zu Vortrag und Austausch mit ihm sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet statt im Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstraße 10. Veranstalter ist der Bundesverband Information & Beratung für NS Verfolgte e.V. in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis, dem Evangelischen Forum Münster und der Erlöserkirchengemeinde. Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos gibt es unter der E-Mailadresse info[at]nsberatung.de sowie im Internet unter www.zeitzeugen-cafe.de und www.nsberatung.de.
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Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
