Seit gut anderthalb Jahren gehört das Ehrenamt dort fest zum Leben der 46-Jährigen, die hauptberuflich als Senior Art Director bei einer Kreativagentur arbeitet, dazu. Jeden zweiten Sonntagmorgen steht sie in der Wohnküche an der Seite von Hauswirtschafterin Anna Surmann, backt Kuchen, rührt Desserts an und kümmert sich um Wäsche und kleine Handgriffe. „Oft sind es die kleinen Dinge, die den Alltag lebenswert machen“, sagt Lu Maschke. „Ein frisch gebackener Kuchen, ein gedeckter Tisch – das bringt Struktur und Wärme.“
Doch ihre Verbindung zum Hospiz reicht viel weiter zurück. Bereits 2004 verbrachte ihre Großmutter dort das letzte halbe Jahr ihres Lebens. „Damals habe ich das Haus von der Seite der Angehörigen kennengelernt und war tief beeindruckt, wie liebevoll und individuell hier mit Menschen umgegangen wird“, erinnert sie sich. Die Wohnküche ist für sie ein besonderer Ort. Hier kommen Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende für gemeinsame Mahlzeiten und persönlichen Austausch zusammen. „Die Menschen können selbstbestimmt teilnehmen, sich austauschen und ein Stück Normalität erleben“, sagt Lu Machke.
Instagram-Kanal “radeln.fuers.johanneshospiz”
Die Idee zur Fahrradtour entstand aus Notwendigkeit: Immer wieder hörte Lu Maschke, die auch ausgebildete Sterbebegleiterin ist, im Alltag des Hospizes, dass Spenden benötigt werden. Denn gesetzlich vorgeschrieben müssen Hospize fünf Prozent ihrer Kosten über Spenden finanzieren. Für das Johannes-Hospiz sind dies 350.000 Euro pro Jahr. Zusätzlich steht aktuell die Renovierung der Wohnküche an. Schränke sind in die Jahre gekommen, Geräte defekt, und die Technik muss modernisiert werden. Für Lu Maschke war schnell klar: Eine Fahrradtour von Münster über Norddeutschland bis nach Kopenhagen – von Fahrradstadt zu Fahrradstadt – wäre eine schöne Sache für den Monat Mai, da kann sie ihre Freude am Radeln mit einem guten Zweck verbinden.
Unterwegs teilt sie auf dem Instagram-Kanal „radeln.fuers.johanneshospiz“ Geschichten: aus dem Alltag des Hospizes, von Begegnungen und Momenten, die zeigen, wie viel Menschlichkeit in diesem Ort steckt.

