Zekorn eröffnet Wallfahrt in Eggerode

, Kreisdekanat Borken

„Die Wallfahrtsorte sind das Herz Europas! Denn aus dem, was in ihnen gebetet und gelebt wird, wachsen die Werte, die Europa in der Vergangenheit getragen haben und in die Zukunft tragen werden.“ Davon zeigte sich Weihbischof Dr. Stefan Zekorn bei der Wallfahrtseröffnung am 1. Mai in Eggerode überzeugt. Er griff auch das diesjährige Wallfahrtsmotto „Raum geben“ auf und schaute dabei auf die Gottesmutter Maria, die im Gnadenbild als „Unsere Liebe Frau vom Himmelreich“ in Eggerode verehrt wird. Er ermutigte die Pilgerinnen und Pilger: „Geben wir, wie sie es getan hat, Jesus Raum in unserem Leben, gehen wir mit ihm durchs Leben.“

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn eröffnete am 1. Mai die Wallfahrt 2026 in Eggerode. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Pfarrer Thomas Diedershagen (3. von rechts) den Gast aus Münster begrüßt.

© Bistum Münster

Zu Beginn seiner Predigt erinnerte Zekorn an die vielen offen Fragen, die die Menschen heute bewegen: „Denken wir an die Ukraine, den Nahen Osten, den Klimawandel, die Finanzierung der Sozialsysteme in unserem Land – und an die Situation der Kirche.“ In all diesen Unsicherheiten und Ängsten wünschte der Weihbischof den vielen Menschen, die in den nächsten Wochen nach Eggerode kommen, dass sie an diesem besonderen Ort durch die Gottesmutter Kraft und Trost – und auch Ermutigung – finden: „Wenn ich nur auf die kleinen und großen Katastrophen schaue, dann entstehen schnell Enge und Angst. Wenn ich in all den Schwierigkeiten Gott Raum gebe und auf ihn vertraue, kann ich die Möglichkeiten im Unmöglichen gestalten.“ 

Am Ende seiner Predigt richtete sich Zekorn an die Gläubigen in der Kirche Mariä Geburt mit einer Bitte: „Unsere immer mehr zersplitternde Welt und Kirche braucht das klärende Hören auf das Wort Gottes und das einigende Gebet, zu dem wir uns hier versammelt haben.“ 

Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinde zur nahe gelegenen Wallfahrtskapelle, um vor dem Gnadenbild „Unsere Liebe Frau vom Himmelreich“ unter anderem für den Frieden in der Welt zu beten. 

Gudrun Niewöhner