
Ein Teil des Vorbereitungsteams schaut regelmäßig in der St.-Dionysius-Pfarrkirche vorbei, um die einzelnen Szenen des Fastenweges zu ergänzen.
© Bistum MünsterKlaus Allendorf hat eigens für den Fastenweg eine Arche Noah nachgebaut, die sogar auf dem Wasser schwimmt – und in die über einen Steg ganz verschiedene Tiere – paarweise – einsteigen. Die weihnachtlichen Krippenfiguren stehen in einer Hütte, die nicht zufällig an Unterkünfte in Nordwaldes Partnergemeinde in Ghana erinnert. Gleich daneben hängen Fotos vom letzten Besuch in Westafrika.
Wer will, kann sich seit Aschermittwoch ein Tütchen mit Asche mitnehmen – „Das ist unser Aschekreuz to go“, erklärt Andrea Beenen. Die Stationen für die kommenden Tage und Wochen sind schon durch Figuren und Kulissen ansatzweise zu erkennen… Jesus in der Wüste, der Sturm auf dem Meer, die Bergpredigt, der barmherzige Samariter, Jesu Einzug in Jerusalen – und am Ende Kreuzigung und Auferstehung. Alles eingebettet in eine Landschaft, die immer wieder Typisches aus Nordwalde wiedererkennen lässt: den Bahnhof mit batteriebetriebenen Zügen, Modelle der beiden Kirchen, das Altenzentrum, ein Spielplatz….
Von der Decke hängt außerdem ein Flugzeug (wie alle Holzarbeiten ebenfalls von Klaus Allendorf gefertigt), dahinter mehrere Fallschirme mit Paketen – ein Symbol für die Rosinenbomber, eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Flugzeuge der Alliierten zur Zeit der Berliner Luftbrücke, die West-Berlin 1948/49 mit Lebensmitteln und anderen lebenswichtigen Hilfsmitteln versorgten.
Die letzten szenischen Details werden erst im Laufe der Fastenzeit nach und nach ergänzt. „Und an jedem Sonntag gibt es zudem etwas Besonderes… .“ Was genau das jeweils ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Zu entdecken gibt es auf dem Fastenweg eine Menge. Manches ist erst auf dem zweiten Blick zu sehen. Aus der Vergangenheit weiß das Team, dass neben den Mädchen und Jungen aus den katholischen Kitas auch die Erstkommunionkinder und die Grundschülerinnen und -schüler bis zu den Osterferien einen Abstecher in die Kirche machen werden.
Auch aus den umliegenden Orten und Pfarreien sind Besucherinnen und Besucher willkommen. Wer mit einer Gruppe eine Führung wünscht, kann sich im Pfarrbüro von St. Dionysius unter Telefon 02573/2220 melden und einen Termin vereinbaren. Der Fastenweg ist immer dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen. Und das bis Christi Himmelfahrt.
Nach dem Entdecken des Fastenweges geht es für alle, die mögen, in der umfunktionierten Marienkapelle noch weiter. „Dort haben wir eine Art Werkstatt eingerichtet, in der gebastelt und gebaut werden darf“, erklärt Andrea Beenen. Natürlich passend zum Thema „Brücken der Nächstenliebe“.
Bevor ein Fastenweg steht, braucht es Zeit. Zeit für Kreativität und Ideen. „Deshalb fangen wir immer direkt wieder an.“ Wenn aus den ersten Überlegungen ein Konzept geworden ist, müssen Materialien gesammelt werden. Andrea Beenen ist sehr froh, dass die Männer im Team alle handwerklich geschickt sind. Und nichts unversucht lassen, alles perfekt werden zu lassen.
Zum Vorbereitungsteam gehören: Lisa Lentfort, Andrea Beenen, Klaus Allendorf, Michael Exner, Werner Schmalbrock, Jürgen Brinkmann, Willi Weiermann, Karl Subelack, Georg Zumbusch und Hans-Peter Bujara.
Gudrun Niewöhner
