Die Trauermette, wegen der spärlichen Beleuchtung auch Düstere Mette genannt, wird an den drei letzten Kartagen begangen. Dabei gedenken die Gläubigen in besonderer Weise der Leiden Jesu Christi. Nach alter Tradition steht im Chorraum ein Leuchter mit 15 Kerzen, von denen nach jedem Abschnitt eine gelöscht wird, Sinnbild des vergehenden Lebens Jesu. Die tiefe Stille nach dem Löschen der letzten Kerze ist Ausdruck der Verlassenheit und der Klage. Sie wird durch das Anschlagen der Sitze im Chorgestühl jäh unterbrochen. Dieser Lärm wird als Sehnsuchtsschrei der verwirrten Menschheit nach Christus, dem ewigen Licht, gedeutet.
In der Osternacht wird die Symbolik dann den umgekehrten Weg gehen: In das zunächst dunkle Gotteshaus wird die Osterkerze hereingetragen.
Die Düstere Mette wird auch live auf dem YouTube-Kanal des Bistums Münster übertragen. Der Link wird hier in Kürze bereitgestellt.
