Das Thema Krieg geistert auch in Deutschland durch die Köpfe, seit er mit voller Wucht nach Europa zurückgekehrt ist. Für Schüler, die ab 2008 geboren sind, heißt das bald ganz konkret: Musterung, Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit sie bereit sind, mit Gewalt gegen Gewalt vorzugehen, mit allen Folgen, die dies für den Anderen und für sie hat. Aber auch denjenigen, die gerade nicht konkret an den Wehrdienst oder dessen Verweigerung denken, drängen sich viele Fragen auf.
Der Religionsunterricht, möchte er Teil einer aufmerksamen Zeitgenossenschaft sein, kann die Unsicherheiten, welche sich aus den ethischen Dilemmata ergeben, benennen und reflektieren helfen. Grundlage einer solchen Reflexion ist die biblische Tradition, welche die Situationen, in die Menschen gelangen, „von unten“, aus der Perspektive der Opfer von Gewalt, bedenkt.
Professor Dr. Mette wird an diesem Nachmittag Grundlinien biblischer Rede von Krieg und Frieden nachzeichnen und mit den Teilnehmenden zusammen darüber ins Gespräch kommen, wie religiöse Bildung zum Frieden angesichts dieser inspirierenden Tradition aussehen könnte.
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität
3.1 Werte- und Normenreflexion
3.3 Demokratische Gestaltung
Referent
Prof. Dr. Norbert Mette, Professor em. für Katholische Theologie und ihre Didaktik, Münster
Leitung
Ricarda Wesener

