Wahrnehmungen aus dem Musikmachen wie Orientierung suchen und Sich-begleitet-fühlen lassen sich gedanklich unmittelbar auf soziale Kontexte im pädagogischen Bereich übertragen: Die Präsenz der Lehrerin, des Lehrers wird im Klassenraum zum Orientierungspunkt für das soziale Geschehen, vergleichbar dem Erleben eines tragfähigen Klangaufbaus beim begleiteten Singen. Wie der Kontrapunkt in der Musik bleibt die Präsenz der Lehrkraft als sozialer Grundton bedeutend für den Zusammenhalt des Plenums im Klassenraum.
Diese Präsenz erzeugt Tragfähigkeit und bewirkt ein Miteinander des Einklangs: Einvernehmen ist eine gemeinsam erlebbare Atmosphäre.
Während dieser Veranstaltung wird beim Einstudieren eines Liedes mittels Orgelbegleitung ein einfaches Experiment der klanglichen Verschmelzung versucht. Musikalische Strukturen werden assoziativ beziehungsweise als Analogie für soziale Wahrnehmungen im Klassenraum reflektiert.
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
2.5 Kognitive Aktivierung
Referenten
Daniel Skibbe, Kirchenmusiker, Melle
Uwe Knaak, Lehrer an einer Berufsschule, Osnabrück
Leitung
Dr. Andreas Hellgermann
Dr. Heiko Overmeyer

