Eucharistie

Das Mahl der Gemeinschaft

Die Feier der Eucharistie (griechisch eucharistein = Dank sagen) geht auf das letzte Abendmahl zurück, das Jesu am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern feierte. Während sie gemeinsam aßen, nahm Jesus das Brot. Er sprach den Lobpreis, brach das Brot, reichte es seinen Jüngern und sagte: "Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Ebenso nahm er den Wein und sagte: "Trinkt alle daraus. Das ist mein Blut." (vgl. Lk 22, 14-23; Mt 26,17-29; Lk 22,14-20)

Geheimnis des Glaubens
Diesem Auftrag Jesu kommen wir in der Eucharistiefeier nach. Das Gedächtnismahl erinnert uns an Gottes große Liebe und Hingabe für die Menschen. In der Wandlung (Transsubstantiation) wird Christus selbst in den Gaben gegenwärtig (Realpräsenz), auch wenn äußerlich weiterhin Brot und Wein zu sehen sind. Dieses Wunder kann nicht erklärt werden. Es bleibt ein "Geheimnis des Glaubens", wie der Priester nach der Wandlung sagt. Weil Brot und Wein weit mehr sind als nur heilige Gegenstände, gibt es genaue Vorschriften für den Umgang und die Aufbewahrung der bereits konsekrierten (geheiligten) Gaben.

Geschenk Gottes
Brot und Wein sind keine Opfergaben, die wir Gott darbringen. Es ist umgekehrt: In den Gaben schenkt Gott sich uns, er ist der Gebende. Wie damals schenkt sich Christus den Menschen, die an ihn glauben, und zwar immer wieder neu, wenn wir die Eucharistie feiern und damit seinen Auftrag erfüllen. Die feiernde Gemeinde empfängt Jesus Christus nach der Wandlung in Form des Brotes (Hostie), in einigen Gemeinden oder bei besonderen Gelegenheiten auch in Form des Weines.

Mahl der Gemeinschaft
Der gemeinsame Empfang der eucharistischen Gaben wird als Kommunion (von lateinisch communio = Gemeinschaft) bezeichnet. Und wie der Begriff schon sagt: Kommunion stiftet Gemeinschaft. Alle sitzen an einem Tisch, sind Gäste des selben Gastgebers. Die Kommunion verbindet Menschen, gleich welchen Alters, welchen Geschlechts oder welcher Nation. Wie bei jeder Mahlgemeinschaft bringt jeder seine Freude und Dankbarkeit, aber auch seine Sorgen und Nöte mit an den Tisch und erfährt Stärkung und Trost.

Erstkommunion
Die Kommunion setzt voraus, dass dem Empfänger bewusst ist, was bei der Eucharistie geschieht. Für Kinder gibt es die Erstkommunionvorbereitung, Erwachsene gehen den Weg des Katechumenats, im Laufe dessen sie in das Geheimnis der Eucharistie eingeführt werden. Erst nach dieser Vorbereitungszeit wird die Erstkommunion gefeiert.

Zur Erstkommunion gehen die Kinder in der Regel im Alter von etwa neun Jahren. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Taufe. In kleinen Gruppen bereiten sich die Kinder auf den großen Tag der ersten Kommunion vor. In vielen Gemeinden ist es üblich, dass die Mädchen an diesem Tag ein weißes Kleid und die Jungen einen Anzug tragen. So wird auch äußerlich die Festlichkeit des Tages unterstrichen.

Bei der Erwachsenentaufe empfangen die Täuflinge, wie es bereits in der frühen Kirche üblich war, direkt im Anschluss die Erstkommunion und die Firmung.