30 Teilnehmende beim vierten Queer-Netzwerktreffen in Münster

, Bistum Münster

Zum inzwischen vierten Queer‑Netzwerktreffen im Bistum Münster haben Iris Horstmann und Prof. Dr. Norbert Köster sowie Alina Lübbers für das Bischöflich Münstersches Offizialat Vechta eingeladen. Die Referentinnen und der Referent für Diversität begrüßten rund 30 Teilnehmende, sowohl Hauptamtliche aus pastoralen und beratenden Bereichen als auch freiwillig Engagierte, die sich in ihren Gemeinden für eine queersensible Pastoral einsetzen. Das Treffen bot erneut Raum für Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Frage, wie Vielfalt in der Kirche künftig sichtbarer und wirksamer verankert werden kann.

Ein deutliches Zeichen setzte die Teilnahme von Dr. Klaus Winterkamp, ständiger Vertreter des Diözesanadministrators. Viele werteten seine Präsenz als klare Unterstützung der Bistumsleitung und als Signal, dass die Anliegen queerer Menschen ernst genommen und begleitet werden.
Vorgestellt wurde die ausgeschriebene Koordinierungsstelle für das Projekt „Ansehen geben – Die Geschichte/n queerer Menschen im Bistum Münster“. „Es ist geplant, Geschichten von queeren Menschen zu sammeln, die in der Kirche Erfahrungen von Ausgrenzung, Verletzung oder strukturellem Unrecht gemacht haben“, erläutert Horstmann.

Zudem tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, Ansprechpersonen für queere Menschen in den neuen Pastoralen Räumen zu etablieren. Diskutiert wurde, wie diese Kontaktstellen verlässlich gestaltet, qualifiziert und strukturell verankert werden können, damit sie vor Ort niedrigschwellig erreichbar sind und kompetente Begleitung bieten. In den kommenden Jahren soll auf diesem Weg ein flächendeckendes Netzwerk entstehen, das queersensible Pastoral dauerhaft in der kirchlichen Praxis verankert.

Zudem markierte das Treffen den Start der neuen Themenseite „Queere Menschen“ auf der Homepage des Bistums. Sie bündelt umfangreiches Material und praxisnahe Hilfen für die Arbeit vor Ort sowie grundlegende und vertiefende Informationen. Die Seite wird kontinuierlich erweitert und dient Menschen mit queeren Identitäten, Interessierten und Mitarbeitenden als zentrale Anlaufstelle.

Michaela Kiepe