Die omnipräsente mediale Welt von TikTok, Instagram und YouTube ist längst zentraler Bestandteil des Alltags der Schülerinnen und Schüler. Influencer gestalten Trends und prägen Wertvorstellungen, Lebensentwürfe und die Identitätsbildung in erheblichem Maße. Vor diesem Hintergrund ist digitale Souveränität Ziel der Medienbildung und muss auch durch den Religionsunterricht gefördert werden.
Das 21. Jahrhundert ist geprägt durch technologische Schnelllebigkeit. Social Media nimmt dabei einen großen Raum bei den Heranwachsenden ein. Im Zuge einer bundesweiten Lehrkräfte-Fortbildung mit dem Titel: „TikTok, Insta und YouTube: Influencer im Religionsunterricht" ist ein Unterrichtsversuch entstanden, der vorgestellt und als Basis genutzt wird, um gemeinsam ins Gespräch über die Herausforderungen der digitalen Welt (als Teil der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler) zu kommen.
„Kann ich Sie mal kurz sprechen?“ – „Hast du kurz Zeit?“ So oder ähnlich beginnen viele Gesprächssituationen im Schulalltag. Den Religionslehrkräften wird diese Frage häufig gestellt. Es entwickeln sich dann die unterschiedlichsten Situationen, die oft gar nicht bewältigt werden können, weil die Zeit fehlt oder man doch einfach auch mal Pause hat.
Jugendliche radikalisieren sich immer mehr. Schülerinnen und Schüler lassen sich im Netz immer leichter massiv beeinflussen. Die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Ambiguitätstoleranz geht drastisch zurück. Gesellschaft und Schule – und damit der Religionsunterricht – erleben eine veritable Krise und einen regelrechten Kontrollverlust.
Diese kurze Analyse ist nicht neu – und auch nicht das Gegenmittel, das häufig genannt wird: Demokratieförderung, auch und besonders im Fachunterricht – und damit eben auch im Religionsunterricht. Was aber bedeutet diese Analyse wirklich und was bedeutet das praktisch für Schule und Religionsunterricht?
„Landkarten der Hoffnung zeichnen” – unter diese Überschrift hat Papst Leo sein Dokument zum Thema „Bildung“ gestellt, das im Herbst 2025 veröffentlicht wurde. Landkarten der Hoffnung angesichts der weltweiten Krisen heute zeichnen – kann dies Ziel des Religionsunterrichtes sein? Und was kann dann der Beitrag von Religionsunterricht sein, um die Welt wirklich zu verändern?
Die relilab-Regionalgruppe NRW fokussiert in diesem Jahr das Kursformat der reli.werkstatt, die sich mit unterrichtlichen Themenstellungen für verschiedene Altersstufen und deren didaktischer, theologischer und/oder digitaler Realisierung auseinandersetzt.
Die Fortbildung bietet konkrete Unterrichtsideen zur Auseinandersetzung mit religiösen Influencern zum Thema Menschenbild und zur kritischen Reflexion von Medienphänomenen. Am Beispiel von praxiserprobtem Material erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Impulse, um das Thema Influencing direkt im Unterricht aufzugreifen. Ein Austauschformat für alle Lehrkräfte in den Schulformen der Sekundarstufen I und II, das Praxiswissen bündelt und neue Perspektiven eröffnet.
In dieser Veranstaltung stellt die Referentin vielfältige Praxisanregungen für den Einsatz der Bibeltasche (Verlag Junge Gemeinde) im Religionsunterricht vor.
Die Bibeltasche eignet sich gut als Starterpaket für die Arbeit mit Legematerialien im Religionsunterricht der Grundschule.