Untersuchung zum sexuellen Missbrauch im Bistum Münster

Seit dem 1. Oktober 2019 untersucht ein fünfköpfiges Team von Geschichtswissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Großbölting (jetzt Universität Hamburg) die Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester und andere Amtsträger im Bistum Münster in den Jahren 1945 bis 2018:

Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse

Das Forscherteam hat eine Veröffentlichung der Studienergebnisse für den 13. Juni 2022 angekündigt.

Zwischenergebnisse

Am 2. Dezember 2020 haben die Wissenschaftler bei einem Pressegespräch in Münster Zwischenergebnisse und Thesen vorgestellt:

In der im März 2022 erschienenen Publikation Katholische Dunkelräume – Die Kirche und der sexuelle Missbrauch (Hg. Birgit Aschmann) wird die Thematik unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Ab Seite 229 ("Intransparenz, Mitbrüderlichkeit, mangelnde Konsequenz – Umgang mit einem pädophilen Priester im Bistum Münster (1958–2007)") stellt der Historiker Dr. Bernhard Frings einen konkreten Fall aus dem Bistum Münster vor. Dr. Frings ist Mitglied der Historikerkommission, die seitens der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster den sexuellen Missbrauch durch Kleriker im Bistum Münster geschichtswissenschaftlich aufarbeitet.