Untersuchung zum sexuellen Missbrauch im Bistum Münster

Seit dem 1. Oktober 2019 untersucht ein fünfköpfiges Team von Geschichtswissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Großbölting (jetzt Universität Hamburg) die Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester und andere Amtsträger im Bistum Münster in den Jahren 1945 bis 2020. Das Forscherteam hat seine Studienergebnisse am 13. Juni 2022 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie stehen auf der Website der Westfälischen Wilhelms-Universität zum Download bereit. 

Live-Übertragung des Pressegesprächs mit Bischof Dr. Felix Genn am 17. Juni

In einem Pressegespräch am 17. Juni hat Bischof Dr. Felix Genn über seine Wahrnehmung der Ergebnisse der Studie informiert und erläutert, welche Schritte im Bistum Münster im Umgang mit sexuellem Missbrauch bereits gegangen wurden und welche weiter gegangen werden müssen.

Das Pressegespräch wurde live öffentlich im Internet übertragen. Die Aufzeichnung ist abrufbar auf dem

YouTube-Kanal und dem 

Facebook-Kanal (ab 2:16) des Bistums Münster.

 

Zwischenergebnisse

Am 2. Dezember 2020 haben die Wissenschaftler bei einem Pressegespräch in Münster Zwischenergebnisse und Thesen vorgestellt:

Frings: „Handeln von Verantwortungsträgern macht fassungslos“

 

In der im März 2022 erschienenen Publikation Katholische Dunkelräume – Die Kirche und der sexuelle Missbrauch (Hg. Birgit Aschmann) wird die Thematik unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Ab Seite 229 ("Intransparenz, Mitbrüderlichkeit, mangelnde Konsequenz – Umgang mit einem pädophilen Priester im Bistum Münster (1958–2007)") stellt der Historiker Dr. Bernhard Frings einen konkreten Fall aus dem Bistum Münster vor. Dr. Frings ist Mitglied der Historikerkommission, die seitens der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster den sexuellen Missbrauch durch Kleriker im Bistum Münster geschichtswissenschaftlich aufarbeitet.

 

Kontakt und Hilfe bei sexuellem Missbrauch

Kontaktmöglichkeiten und Informationen über Ansprechpersonen, Hilfe und Beratung für Betroffene und deren Angehörige und über den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Bistum Münster finden Sie auf den folgenden Seiten:

Anonymes Meldeportal

Über dieses Portal können Sie anonym, schnell und einfach (mögliche) Fälle sexuellen Missbrauchs und sexueller Übergriffe und Grenzüberschreitungen durch Mitarbeitende der katholischen Kirche im Bistum Münster melden.

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Ansprechpersonen bei Fällen sexuellen Missbrauchs

Von sexuellem Missbrauch betroffene Menschen, die mit ihrem Anliegen, ihren Sorgen und Nöten Hilfe vom Bistum Münster erwarten, können sich an eine der auf dieser Seite vorgestellten Ansprechpersonen wenden.

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Beratungsmöglichkeiten für Betroffene

Kontaktadressen von Beratungsstellen für Menschen, die von sexualisierter Gewalt, ritueller Gewalt oder geistlichem/spirituellem Missbrauchs betroffen sind.

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Hilfe bei sexuellem Missbrauch

Informationen über den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Bistum Münster, über Hilfe und Beratungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Angehörige und über "Leistungen in Anerkennung des Leids".

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