Hilfe bei sexuellem Missbrauch

Informationen für Betroffene

Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch Priester, Ordensleute oder andere kirchliche Mitarbeiter ist ein Thema, das die Katholische Kirche nicht erst seit 2010 beschäftigt. Spätestens durch die MHG Studie hat sich die Haltung zum Umgang mit dem Thema erheblich verändert:  
Im Zentrum der Behandlung des Themas steht der Blick auf das Leid der Betroffenen. 

Es gibt kein Verhalten, durch das Vertrauen schändlicher zerstört wird als durch sexuellen Missbrauch und dadurch, dass dieses Verhalten auch von kirchlichen Verantwortlichen zu leicht übergangen und auch vertuscht wurde und wird.

Für das Bistum Münster gilt, dass man den Betroffenen grundsätzlich glaubt! Es müssen nicht erst rechtssichere Beweise vorgelegt werden, bevor man ihnen Gehör schenkt und wenn möglich auch Hilfe vermittelt. 

Auf dieser Seite wollen wir die Themen vorstellen, die für Betroffene und deren Angehörige, aber auch für Interessierte von Bedeutung sein könnten.

Unser Bestreben ist, die Inhalte fortlaufend zu aktualisieren. Wenn Ihnen also etwas auffallen sollte, dann melden Sie dies gerne an den Interventionsbeauftragten des Bistums Münster: .

Ansprechpersonen für Verfahren bei Fällen sexuellen Missbrauchs

Bernadette Böcker-Kock

Bernadette Böcker-Kock

Bardo Schaffner

Bardo Schaffner

In allen Fällen, wo sich von Missbrauch Betroffene mit ihrem Anliegen, ihren Sorgen und Nöten Hilfe seitens des Bistums Münster erwarten, können sich diese Personen an eine der im Folgenden vorgestellten Personen wenden. Das gilt nicht nur in Fällen des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen oder Jugendlichen, sondern in allen Fällen, wo Gewalt – in welcher Form auch immer – im Rahmen der Kirche und ihrer vielfältigen Angebote auftritt (z.B. in Kindertageeinrichtungen, in der Seelsorge, bei Messdienergruppen, Schulen in kath. Trägerschaft, Einrichten der Alten-, Kranken oder Behindertenhilfe)

Aktuell stehen als Ansprechpersonen jeweils eine Frau und ein Mann zur Verfügung:

Die Juristin Bernadette Böcker-Kock und der Pädagoge Bardo Schaffner.

Beide sind ehrenamtlich tätig und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie geben nur die Informationen weiter, von denen die betroffenen Menschen dies auch wollen.

Die Ansprechpersonen sind wie folgt zu erreichen:

  • Bernadette Böcker-Kock: 0151-63404738
  • Bardo Schaffner: 0151-43816695

Hier können Sie sich ein Bild der Ansprechpersonen machen:

Video-Interview mit Bernadette Böcker-Kock und Bardo Schaffner

Die Ansprechpersonen arbeiten eng mit dem Interventionsbeauftragten im Bistum Münster, dem Juristen Peter Frings (Portrait), zusammen. 

Interventionsbeauftragter

Interventionsbeauftragter des Bistums Münster ist der Jurist Peter Frings. Als Syndikusrechtsanwalt gemäß der Bundesrechtsanwaltsordnung arbeitet er eigenverantwortlich und weisungsunabhängig.

Peter Frings

Peter Frings

Interventionsbeauftragter, Syndikusrechtsanwalt

0251 495-6031

frings-p[at]bistum-muenster.de

Antrag auf Anerkennung des Leids bei Fällen sexuellen Missbrauchs

Viele von (sexueller) Gewalt betroffene Menschen leiden oft über Jahrzehnte an den Folgen dieser Übergriffe.

Ein Weg, wenigstens in Ansätzen dieses Leid zu mindern ist die Gewährung von Zahlungen zur Anerkennung des Leids. Bei diesen Zahlungen handelt es sich nicht um Entschädigungszahlungen. Weitere Einzelheiten kann man den unten stehenden Erläuterungen entnehmen.

Die Unterlagen für eine Beantragung solcher Leistungen, zu denen nicht nur die Anerkennungszahlung gehören kann, sondern auch die Übernahme von Therapiekosten, finden Sie hier:

Antragstellenden Personen fällt es nach den bisherigen Erfahrungen oft schwer, die eigene Missbrauchserfahrung noch einmal schriftlich darzulegen.

Wenn Sie Hilfe benötigen beim Ausfüllen der Unterlagen, dann können Sie sich zum Beispiel an unsere unabhängige Ansprechperson, Herrn Bardo Schaffner, wenden.

Konkrete Unterstützung können Sie auch erfragen bei der unabhängigen Beratungsstelle Zartbitter Münster e. V., Berliner Platz 8, 48143 Münster, Telefon 0251 4140555. Die Mitarbeitenden der Beratungsstelle geben Ihnen Unterstützung bei der Ausfüllung des Antrags. Kosten fallen für Betroffene hier nicht an.

Ausgefüllte Anträge senden Sie bitte an folgende Anschrift:

Interventionsbeauftragter
Bistum Münster
-persönlich-
Horsteberg 11
48143 Münster

 

Beratung für Betroffene von sexualisierter Gewalt

Telefonseelsorge: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 (www.telefonseelsorge.de)

Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: www.hilfeportal-missbrauch.de

Zartbitter Münster e. V., Berliner Platz 8, 48143 Münster, Telefon 0251 4140555

Viele Menschen in solchen Situationen suchen auch zuerst einmal den Austausch mit anderen Betroffenen. Im Bistum Münster gibt es eine Selbsthilfegruppe, die man unter https://www.selbsthilfe-rhede.de/ findet.

Opferschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Hilfe bei anderen Formen des Missbrauchs

Man kennt neben dem sexuellen Missbrauch auch noch andere Formen des Missbrauchs, die jeweils ganz eigene Besonderheiten aufweisen. Dazu ist es wichtig, dass man sich mit seinen Anliegen und Sorgen/Nöten möglichst an solche Stellen und Personen wendet, die ein entsprechendes Fachwissen in dem Bereich besitzen.

Informationen zum Themenfeld des „geistlichen/spirituellen Missbrauchs“

Symbolbild zum Thema Sexueller Missbrauch

Fragen und Antworten zur Missbrauchsstudie

Wie war die Studie aufgebaut und welche Konsequenzen folgen nun? Diese und weitere Fragen und die Antworten darauf hat die Deutsche Bischofskonferenz zusammengestellt. Wir dokumentieren Auszüge.

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Symbolbild zum Thema Sexueller Missbrauch

Grundlegende Informationen zum Thema Sexueller Missbrauch

Statement des Bischofs, Leitlinien, Statements der Bistumsverantwortlichen zu den Ergebnissen der MHG-Studie etc.

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