
Eine Ausstellung mit Erinnerungsgegenständen aus den beiden Weltkriegen plant die Liebfrauenschule in den Räumen der Kuchenstraße 15.
© Bischöfliche Pressestelle/Michaela KiepeDie Feldpost war im Ersten und Zweiten Weltkrieg das bedeutendste Kommunikationsmittel für die Menschen. Millionen rasch beförderte Briefe und Postkarten waren meist die einzige Möglichkeit, Kontakte aufrecht zu erhalten. Die Feldpostbriefe waren etwas Individuelles und Persönliches in all dem erlebten anonymen Chaos. Die Organisation des Postverkehrs der vielen Millionen Soldaten und ihren Angehörigen in Deutschland stellte die Institution vor enorme logistische Herausforderungen. Mittlerweile ist die Briefkultur weitgehend der weltweiten Kommunikation im Netz gewichen.
„Für unsere Ausstellung sind wir auf die Unterstützung der Menschen vor Ort angewiesen. Vielleicht finden sich noch Erinnerungsgegenstände, Briefe oder Postkarten aus dieser Zeit“, ruft Dederichs zum Mitmachen ein. Diese können bis zum 30. November jeden Dienstag in der Zeit von 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr in der Kuchenstraße 15 – außer in den Ferien – abgegeben werden. „Es wäre schön, wenn Sie eine kurze Biographie des Menschen dazu legen würden, der sie geschrieben hat oder an den sie adressiert war“, wünscht sich die Seelsorgerin und verspricht: „Ihre wertvollen Dokumente erhalten Sie selbstverständlich nach Ablauf der Ausstellung zurück.“
Die öffentliche Ausstellung wird am Aschermittwoch 6. März in der Kuchenstraße 15 eröffnet und endet am 12. April.
Michaela Kiepe